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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Juni 2016

Gemeinderat: Zustimmung zum Rahmenplan Zukunft Nord

ZUKUNFTSWEISEND: Für das Nordstadt-Areal zwischen Erzbergerstraße und Alter Flugplatz ebnet der Rahmenplan den Weg - mit städtebaulichem, sozialem und energetischem Konzept. Archivfoto: Fränkle

ZUKUNFTSWEISEND: Für das Nordstadt-Areal zwischen Erzbergerstraße und Alter Flugplatz ebnet der Rahmenplan den Weg - mit städtebaulichem, sozialem und energetischem Konzept. Archivfoto: Fränkle

 

Vorbildliche Beteiligung / Durchdachte Planung rasch in Bebauungspläne übernehmen

Einzigartig, eine Bürgerbeteiligung, die ihren Namen verdient, ein durchdachter Plan: Voll des Lobes war der Gemeinderat ob des Beteiligungsprozesses „Zukunft Nord“. Im November 2014 startete das städtebauliche Projekt, in den sich die Bürgerschaft, städtische Beschäftigte, Fraktionen, Planungsteams und der Investor intensiv und konzentriert einbrachten.

Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat dem Rahmenplan Zukunft Nord zu, verbunden mit dem Wunsch, dass nun möglichst zügig die Bebauungspläne folgen - und „viele der guten Ideen übernehmen“ (Johannes Honné, GRÜNE). „Zukunft Nord ist eine unserer wichtigsten Entwicklungsflächen“, waren sich Fraktions-Sprecher mit OB Dr. Frank Mentrup und Stadtplanungsamtschefin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner einig.

Mit dem städtebaulichen Ideenwettbewerb und Siegerentwurf der Arbeitsgemeinschaft (AG) Machleidt GmbH und sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten - einhergehend mit verschiedenen Beteiligungsformaten wie öffentliche Planungswerkstätten, Online-Fragebogen und Einbindung der Bürgerschaft in die Jury - sei „ein Weißbuch für ein modellhaftes und zukunftsweisendes Quartier“ mit behutsamer Verknüpfung des Naturschutzgebiets Alter Flugplatz entstanden, so Karmann-Woessner.

Die Einbeziehung aller Akteure habe die Planung durchaus verändert. Das gelte etwa für die Dimension des Begegnungsplatzes. Der Standort für den NCO Jugendclub sei in seiner „Lage stabilisiert worden“ mit Angliederung von Nutzungen wie Schule oder Kita, die diese Funktion verstärken. Beim Stichwort Mobilität lasse der Rahmenplan Varianten für Entscheidungen auf Bebauungsplan-Ebene zu.

Genau dieses Diskutieren und Reagieren „auf Augenhöhe“ hoben die Stadträte hervor. Statt Maximales herauszuholen, habe man gemeinsam gestaltet und einen durchdachten Plan als Grundlage für lebendige Quartiere entwickelt, freute sich Jan Döring (CDU). Und dies, so Honné, mit Höhenentwicklung und viel Freifläche, „besser als dies in der Südstadt-Ost gelungen ist“. Dr. Raphael Fechler (SPD) sah im von Offenheit geprägten Prozess einen ersten wichtigen „Schritt in die richtige Richtung“.

Nun sollten offene Fragen, etwa zur Bausubstanz des NCO-Gebäudes, bald geklärt werden. Zwar bevorzugte KULT einen anderen Entwurf. „Wir finden dennoch viel Gutes“, meinte Sprecher Max Braun. Eine Bitte: Die Interessen von NCO-Club und Anwohnern zusammenbringen. Für die Zählgemeinschaft FDP, GfK und FW hob Friedemann Kalmbach die gelungene Höhenabstufung zum Flugplatz hervor. -rie-

 
 

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