Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Juni 2016

Region: Signal für Europa

OFFIZIELLER START MIT SEGEN für Vortriebsmaschine „Wilhelmine“ und den Rastatter Bahntunnel. Foto: Erhard Hehl / Züblin

OFFIZIELLER START MIT SEGEN für Vortriebsmaschine „Wilhelmine“ und den Rastatter Bahntunnel. Foto: Erhard Hehl / Züblin

 

Ersehnter Anstich des Rastatter Bahntunnels erfolgt

Sowohl in West-Ost- als auch jetzt wieder gestärkt in Nord-Süd-Richtung wächst Europa mit Karlsruhe und dem Mittleren Oberrhein als Schlüsselstelle noch enger zusammen, seit vorige Woche der Anstich des gut vier Kilometer langen Rastatter Tunnels erfolgte. Die Inbetriebnahme ist 2022 geplant.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nahm den offiziellen Akt in Ötigheim mit Bahn-Vorsitzendem Rüdiger Grube und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann vor. „Das Projekt aus Neubaustrecke und Tunnel biegt endlich auf die Zielgerade ein, und die Realisierung dieses wichtigen Bausteins für den Ausbau der Rheintalbahn beginnt“, kommentierte der Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO), Prof. Gerd Hager, den ersehnten Schritt.

Das Infrastruktur-Großprojekt mit geschätztem Kostenvolumen von rund 700 Millionen Euro untertunnelt Rastatt zu dessen Entlastung komplett und ist essenziell für den Rhein-Alpen-Korridor zwischen Nordseehäfen und Genua. Mit dem Tunnel wird eine Lücke im Schienennetz geschlossen. Unlängst hat Frankreich mit der Vollendung seines letzten Teilstücks zwischen Baudrecourt und Vendenheim für eine künftig noch schnellere Verbindung von und nach Paris gesorgt und so die Magistrale für Europa von Marseille bis Bratislava vorangebracht. Was nun indirekt auch über Rastatt geschieht. Entscheidend für den Durchbruch zum Bau des Tunnels sei „sicher der regionale Schulterschluss“ gewesen, betonte Hager. Die „Appenweierer Kurve“ bleibt eine zu lösende Herausforderung.

Mit Aufnahme der Aus- / Neubaustrecke zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe sowie des „3. Gleis Bashaide“ in den Entwurf den Bundesverkehrswegeplans 2030, dessen mit Abstand größtes Ausbauprojekt laut Bundesverkehrsministerium der Rheintalbahn gilt, werden zwei weitere Gleisprojekte in die Planungsphase eintreten. Der RVMO drängt auf menschen- und raumverträgliche sowie möglichst zügige Planung. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe