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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Juni 2016

Wohnungsbau: Volkswohnung schafft verstärkt preiswerten Wohnraum

BEISPIEL RINTHEIMER FELD: Das Projekt an der Forststraße, bei dem sechs Gebäude mit 114 Wohnungen aus dem Boden wachsen, gehört zu den derzeit laufenden Großvorhaben der Volkswohnung. Foto: MMG

BEISPIEL RINTHEIMER FELD: Das Projekt an der Forststraße, bei dem sechs Gebäude mit 114 Wohnungen aus dem Boden wachsen, gehört zu den derzeit laufenden Großvorhaben der Volkswohnung. Foto: MMG

 

Bau von Mietwohnungen steht vorne / In nächsten Jahren sollen 1.500 neue Einheiten entstehen / Zwei Drittel mit Preisbindung

Die Volkswohnung verstärkt ihr Engagement zur Versorgung einkommensschwächerer Bevölkerungskreise mit Wohnraum. Das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt will in den kommenden fünf Jahren etwa 1.500 neue Mietwohnungen in Karlsruhe bauen. Über 60 Prozent davon sollen der Mietpreisbindung unterliegen.

Für den Planungszeitraum der nächsten fünf Jahre investiert die Volkswohnung insgesamt 310 Millionen Euro. Davon sind allein 215 Millionen Euro für den Mietwohnungsbau vorgesehen, 67 Millionen für Modernisierungen, 6 Millionen Euro für Erschließungen und 26 Millionen für Grundstücksankäufe. Diese mit dem Engagement verbundenen Zahlen nannten der Aufsichtsratsvorsitzende Bürgermeister Michael Obert und Geschäftsführer Reiner Kuklinski Anfang der Woche bei einer Pressekonferenz.

„Wir sind unserem Auftrag verpflichtet, Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zu schaffen“, betonte dabei Obert. Dies geschehe zunächst durch Mietwohnungen mit Preisbindung, für die Fördermittel von Land und Stadt beantragt seien. Das restliche Drittel der Mietwohnungen werde frei finanziert. Mit diesen wolle die Volkswohnung, so Obert, „eine lebendige Durchmischung der Mieterstruktur und der Quartiere erreichen“. Darüber hinaus baue die Gesellschaft preisgünstige Eigentumswohnungen und habe dabei als Zielgruppe vor allem „Familien mit mehreren Kindern“ im Blick. Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen gehöre keinesfalls zu den Gebaren der Gesellschaft, wandte sich Obert deutlich gegen entsprechende Äußerungen.

Niedrige Mieten

Zur Entkrampfung der Lage auf dem angespannten Wohnungsmarkt in Karlsruhe leiste die Volkswohnung einen wichtigen Beitrag, erinnerte Kuklinski vor den Medien daran, dass das Wohnbauunternehmen bereits im Jahre 2009 begonnen habe, „in der Fächerstadt dringend benötigte Mietwohnungen zu planen und zu errichten“.

Besonderes Markenzeichen für die Mietpreispolitik der Volkswohnung sind die niedrigen Durchschnittsmieten. Die liegen nach Angaben der Volkswohnung im Gesamtbestand aus freifinanzierten und geförderten Wohnungen mit derzeit 5,72 Euro pro Quadratmeter deutlich unter den ortsüblichen Vergleichsmieten, die der Karlsruher Mietspiegel zwischen 7,54 und 8,67 Euro pro Quadratmeter sieht.

Für die nächsten zwei bis drei Jahre geht die Volkswohnung im Mietwohnungsneubau von frei finanzierten Nettomieten in Höhe von 10 bis 11 Euro pro Quadratmeter aus, bei den öffentlich geförderten Wohnungen von 6,70 bis 7,10 Euro.

Vielfältige Aktivitäten

Mit ihrem Handlungsprogramm Wohnen stellt die Volkswohnung allein im kommenden Jahr 370 Wohnungen fertig (davon über 200 geförderte), 2018 fast 400 (mehr als 200 geförderte), 2019 ebenso viele (220 geförderte). Im Jahre 2020 werden es gar 490 neue Wohnungen sein, darunter 320 geförderte.

Zu den derzeit laufenden Maßnahmen gehören der Bau von sechs Gebäuden mit 114 Mietwohnungen und einem CAP-Markt als Lebensmittelnahversorger im Rintheimer Feld, drei Wohn- und Geschäftshäuser im Stadtteilzentrum der Waldstadt mit 52 Wohnungen, drei Gebäude mit 42 Wohnungen in Grünwinkel sowie der Wohnpark Egon-Eiermann-Allee und weitere Projekte in Knielingen 2.0.

Das Konversionsgebiet bildet auch einen Schwerpunkt bei den geplanten Aktivitäten. Zu Beginn kommenden Jahres will die Volkswohnung mit dem Bau von vier Gebäuden mit 76 Wohnungen im Ortsteilzentrum Knielingen 2.0 loslegen und noch dieses Jahr den Spatenstich für acht Reihenhäuser in der Carl-Schurz-Straße setzen. Große Vorhaben plant die Volkswohnung auch in Oberreut. So sollen am Badeniaplatz bis Ende 2018 vier Gebäude mit 170 Mietwohnungen entstehen, an der Graf-Staufenberg-Straße ebenfalls vier Häuser mit 67 Mietwohnungen. Und im Stadtteilzentrum Oberreut sind weitere 80 Wohnungen geplant, eine Kindertageseinrichtung, darüber hinaus Räume für soziale und gesundheitliche Dienstleistungen sowie für einen Nahversorger. Und im Stadtteil Daxlanden steht der Bau von insgesamt 420 Mietwohnungen auf dem Gelände des bisherigen DJK-Stadions auf dem Programm. -trö-

 
 

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