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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Juli 2016

Gemeinderat: Feuerwehr ist für die Zukunft gut aufgestellt

DIE FEUERWEHR ist ein unverzichtbarer Teil städtischer Daseinsvorsorge, ein Garant der Sicherheit für die Menschen in Karlsruhe und wird vom Gemeinderat entsprechend ausgestattet. Foto. Fränkle

DIE FEUERWEHR ist ein unverzichtbarer Teil städtischer Daseinsvorsorge, ein Garant der Sicherheit für die Menschen in Karlsruhe und wird vom Gemeinderat entsprechend ausgestattet. Foto. Fränkle

 

Sicherheit steht an erster Stelle / Ja des Gemeinderats zum neuen Organisationskonzept und der Beschaffungsplanung

Das Lob des Gemeinderats für die Arbeit der Feuerwehr war auf seiner jüngsten Plenarsitzung so einhellig wie die Zustimmung für das neue Umsetzungskonzept der Branddirektion zur Organisationsuntersuchung, Kauf und Planung neuer Fahrzeuge sowie Bauvergaben für die neue Hauptfeuerwache.

Damit hat das Plenum auch das Schutzniveau für die kommenden Jahre festgelegt. Das neue Umsetzungskonzept gilt allerdings erst vollständig nach Bezug der neuen Hauptfeuerwache im Jahre 2021. Im Ranking der Städte mit Berufsfeuerwehren in Baden-Württemberg rangiert die Karlsruher Wehr mit 38 Funktionsstellen, die rund um die Uhr besetzt sein müssen (das entspricht insgesamt 191, früher 192 „normalen“ Stellen) im unteren Drittel nach Mannheim, Stuttgart, Pforzheim, Heilbronn und Heidelberg. Wesentlicher Meilenstein ist 2018 die Einführung eines zusätzlichen Einsatzführungsdienstes in der zuerst ausrückenden Einheit, um über eine verbesserte Führungsstruktur, vor allem bei großen Schadenslagen zu verfügen. Im Regelfall rücken also 14 Feuerwehr- und Einsatzführungskräfte in der Ersteinheit sowie zwei weitere Feuerwehrleute als Arbeitstrupp als Ergänzungseinheit aus. Deshalb wird tagsüber an Werktagen ein solcher Trupp zusätzlich vorgehalten. Für die Werkstätten gibt es am Tage zwei weitere technische Stellen, um die gesamte Technik jederzeit einsatzbereit zu halten.

Angepasst wird die Alarm- und Ausrückeordnung. Wegfallen wird auf den Feuerwachen künftig der Brandmeister vom Dienst (BvD), der die internen Abläufe regelte. Seine Aufgaben müssen künftig andere im Innendienst übernehmen. Vorgehalten werden dann rund um die Uhr zwei Basisfahrzeuge mit voller, sechsköpfiger Besetzung und zwei weitere mit vier, statt wie früher mit sechs Mann. Insgesamt braucht die Berufsfeuerwehr für diese neue Organisation und für die Anpassung personalwirtschaftlicher Parameter 28,5 zusätzliche Stellen, von denen nun die letzten 6,5 bewilligt wurden. Gebilligt hat der Gemeinderat darüber hinaus die mittelfristige Planung für die Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen bis zum Jahr 2032 in Höhe von circa 26 Millionen Euro. Aktuell bekommt die Feuerwehr zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge für rund 844.000 Euro. Zugestimmt hat das Gremium außerdem der Vergabe von Erd-, Verbau-, Wasserhaltungs-, Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Stahlbetonarbeiten für die Baugrube der neuen Hauptfeuerwache an der Wolfartsweierer Straße in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

Immer teuer und recht

In der Diskussion im Plenum zur neuen Organisationsstruktur bezeichnete Thorsten Ehlgötz (CDU) die Feuerwehr als „immer teuren und rechten Garant der Sicherheit“. Beobachten wollte er ebenso wie Thomas Hock (FDP) den Wegfall der BvD-Stelle und in sechs Monaten dazu nochmal die Berufsfeuerwehr befragen. „Die rote Linie der Sicherheit gerade noch eingehalten“ sah Gisela Fischer (SPD). Die Feuerwehrleitung sei mit den Stellen „verantwortungsvoll umgegangen“ dankte Zoe Mayer (GRÜNE). Das fand auch Dr. Eberhard Fischer (KULT), der die Investitionen ausdrücklich unterstützte. Auch in geänderten Zeiten müsse die Feuerwehr gewappnet sein, stimmte Jürgen Wenzel (FW) zu. Über dieses Lob freute sich Bürgermeister Klaus Stapf. Er bescheinigte Karlsruhe bei allen notwendigen Anpassungen ein hohes Sicherheitsniveau, an dem nicht gespart werde, auch in Kooperation der Berufsfeuerwehr mit der Freiwilligen Wehr. Außerdem gebe es für die integrierte Leitstelle drei zusätzliche Stellen. Wo notwendig, werde Personal aufgestockt. Der Leiter der Branddirektion Florian Geldner habe einen guten Vorschlag gemacht. -cal-

 
 

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