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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Juli 2016

Kinderfreundlichkeitspreis: Gesellschaft ein Stück verbessern

EHRUNG: Bürgermeister Martin Lenz (links) freut sich mit den Siegern, der Jury und den Initiatoren des Kinderfreundlichkeitspreises, den das Bündnis für Familie bereits zum elften Mal vergab. Foto: Knopf

EHRUNG: Bürgermeister Martin Lenz (links) freut sich mit den Siegern, der Jury und den Initiatoren des Kinderfreundlichkeitspreises, den das Bündnis für Familie bereits zum elften Mal vergab. Foto: Knopf

 

Erster Platz Kindergruppe Regenbogen / Alle Initiativen Sieger

Bereits zum 11. Male wurde kürzlich vom Karlsruher Bündnis für Familie der Kinderfreundlichkeitspreis im Jubez verliehen. In diesem Jahr schlug die Jury 15 Personen, Initiativen, Institutionen und Vereine vor, die sich in besonderer Weise für die Belange von Kindern in der Fächerstadt engagieren.

Die Jury ist ausschließlich von Kindern und Jugendlichen besetzt, die letztlich die Qual der Wahl hatte. Von einem „hohen Engagement aller Beteiligten“ sprach Corina Blume von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Karlsruhe. Auch Bürgermeister Martin Lenz war voll des Lobes für die Initiatoren des Preises und die Ausgezeichneten selbst. „Hier ist ein ganz tolles Netzwerk entstanden. Ein herzliches Dankeschön an alle für ihr herausragendes Wirken.“ Die Jury aus 11- bis 14-jährigen Heranwachsenden stellte anschließend die 15 Projekte separat vor.

Am Ende gingen der erste Platz und ein Preisgeld von 470 Euro an die Kindergruppe Regenbogen. An der Kindergruppe nehmen Kinder aus suchtbelasteten Familien teil. Die Initiative holt die Kinder mit einem Bus von zu Hause, vom Hort oder Heim ab und fährt dann zu den Gruppenräumen, wo sie sich unterhalten oder in der Natur spielen. Zudem unterstützt die Gruppe die Kinder, damit sie das Thema Sucht verstehen lernen und Strategien entwickeln mit der Sucht ihrer Eltern umzugehen.

Platz zwei und ein Preisgeld von 400 Euro ging an die Schülerfirma „Aktion Integration“. Die Schülerfirma bietet Flüchtlingskindern der LEA einmal in der Woche verschiedene Angebote an. Unter anderem kochen und spielen sie gemeinsam und versuchen sie an die deutsche Kultur heranzuführen. Einen Sonderpreis von 130 Euro erhielt Klinikclown Gerd Oettinger. Er ist zweimal die Woche in der Kinderklinik und einmal die Woche in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu Gast. Unterstützt wird er dabei von seiner Partnerin Pepa. Sie besuchen kranke Kinder, die dort stationär oder ambulant untergebracht sind. Intention ist es gemeinsam mit den Kindern Spaß zu haben und für Ablenkung vom Klinikalltag zu sorgen. Für das musikalische Programm sorgte die Durlacher Schülerband „Los Catacombos“.

Die Laudatio auf die Ausgezeichneten hielt Ulrike Stöck, Leiterin des Jungen Staatstheaters. Sie betonte, dass alle 15 Initiativen augrund ihres Engagements zu den Siegern zählen, da sie die Gesellschaft ein Stück besser machen.
-voko-

 
 

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