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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Juli 2016

Schulbau: Naturwissenschaftler atmen auf

DURCHBLICK verschafften sich neben BM Lenz Stadträtinnen und Stadträte im modernisierten Naturwissenschaftstrakt des OHG. Foto: Fränkle

DURCHBLICK verschafften sich neben BM Lenz Stadträtinnen und Stadträte im modernisierten Naturwissenschaftstrakt des OHG. Foto: Fränkle

 

Bio, Physik, Chemie und Geo können nach Umbau am OHG nun zeitgemäß gelehrt werden

„Erstens toll, zweitens supercool“: Diese Bewertung einer Elftklässlerin brachte Bürgermeister Martin Lenz am Dienstag mit in die Waldstadt, um den neu gestalteten und ausgerichteten naturwissenschaftlichen Bereich des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) angemessen aus Sicht der Zielgruppe zu würdigen.

Der Umbau war ebenso not- wie aufwendig, aber auch äußerst ergiebig. Schüler- wie Lehrerschaft und Eltern sind erleichtert und begeistert. An der für ihre Förderung der Sportelite bekannten Schule ist das Unterrichten von Bio, Physik, Chemie und Geowissenschaften im 21. Jahrhundert angekommen.

Smartboards und Visualizer, also längst prägende Weiterentwicklungen von Tafel und Projektor, spielen dabei eine große Rolle. Und pädagogisch hervorzuheben ist das Interaktive. Zehn statt acht Räume weist dieser OHG-Teil nun auf, alle fokussieren praktisches Lehren und Lernen. Gab es vorher noch hörsaalartige Konstruktionen, wird nun überall gemeinsam gewirkt. Diesen jetzt barrierefreien, lichtdurchfluteten Trakt nach mehr als 30 Jahren anzupassen, war eine „exorbitante Herausforderung“, betonte Lenz und verwies wie Schulleiter Andreas Ramin, der von ihm drei Jonglagebälle überreicht bekam, auf die Belastungen und Aufgaben in Sachen Koordination und Kondition. Teilweise konnten Schülerinnen und Schüler, rund 1000 sind es insgesamt am OHG, während der letztlich zweijährigen Bauzeit ins Goethe-Gymnasium ausweichen.

Die Architekten um Michael Weindel ermöglichten mit Ämtern und Firmen über erhellendes Tageslicht, bebildertes Foyer, kluge Gangstruktur, Hof und Sitzgelegenheiten eine Lösung, die „Lärm, Wissensdurst, Energie“ verkraftet. Per sich anpassender Karte durchs All, per Quiz-App durch den menschlichen Körper, Experimente werden transparenter - Perspektiven, Herangehensweisen ändern sich: schüler- und medienorientiert.

Turnerisch begabte Jungen und Mädchen zeigten mit einer Aufführung in der Aula als Finale vor der Begehung die Sportstärke des OHG, das noch auf Olympia hofft, nun zudem mit den neuen Räumen und Möglichkeiten noch mehr zu naturwissenschaftlichen Höchstleistungen anspornt. Diese hätten Chemie-Pionier und Namensgeber Otto Hahn freilich gefreut. -mab-

 
 

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