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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Juli 2016

Wirtschaft: Dialog hat sich bewährt

BÜRGERMEISTERIN LUCZAK-SCHWARZ im Gespräch mit Kreishandwerksmeister Zöller (links) und Präsident Wohlfeil. Foto Fränkle

BÜRGERMEISTERIN LUCZAK-SCHWARZ im Gespräch mit Kreishandwerksmeister Zöller (links) und Präsident Wohlfeil. Foto Fränkle

 

Wirtschaftsbürgermeisterin im Gespräch mit dem Handwerk

„Der Erhalt eines leistungsfähigen Handwerks in Karlsruhe ist uns wichtig, deshalb wollen wir immer wissen, wo bei Ihnen „der Schuh drückt“, versicherte Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz in der letzten Woche im Festsaal der Karlsburg in Durlach.

Ihrer Einladung zum alljährlich stattfindenden Wirtschaftsgespräch mit dem Handwerk waren wieder zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Handwerkskammer Karlsruhe mit ihrem Präsidenten Joachim Wohlfeil, der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe mit Kreishandwerksmeister Frank Zöller und den Handwerksinnungen gefolgt.

Die vor einem Jahr zusätzlich eingeführte „Chefgesprächsrunde“, die vierteljährlich mit den Spitzen der IHK, der Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit und des DGB, habe sich bestens bewährt, berichtete die Bürgermeisterin. Der intensivierte fortlaufende Dialog, ermögliche ein noch schnelleres und zielführendes Handeln. Um die optimalen Rahmenbedingungen für das Handwerk zu schaffen, möchte Luczak-Schwarz die Abläufe in der Verwaltung der Stadt noch weiter bündeln und beschleunigen, um das Handwerk etwa bei der Nachwuchsgewinnung, bei der Zurverfügungstellung von Grundstücken und Räumlichkeiten und beim Technologietransfer noch effektiver unterstützen zu können. Schließlich gelte es die Zufriedenheit des Handwerks mit dem Standort Karlsruhe weiter zu verbessern, wie auch Michael Kaiser, der Direktor der Wirtschaftsförderung, betonte.

Dass regionale Unternehmen trotz EU-Vergaberecht und nationalen Richtlinien auch bei Aufträgen bei der Stadt noch „gut im Geschäft“ sind, machte ein Blick in die Vergabestatistik Karlsruhe deutlich. So gingen im letzten Jahr im Bereich Hochbau 41 Prozent der Aufträge mit einer Auftragssumme von rund 23,7 Million Euro an Firmen aus Karlsruhe und der Region. Bei Rahmenverträgen waren es sogar 95 Prozent der Aufträge (11,8 Millionen Euro). Im Tiefbau gingen 43 Prozent der Aufträge über 13,8 Millionen Euro an regionale Unternehmen.„Wir haben nicht nur das Gefühl ernst genommen zu werden“, zeigten sich Joachim Wohlfeil, der Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe und Kreisgeschäftsführer Frank Zöller mit dem laufenden Dialog mit der Stadt sehr zufrieden.

„Das Handwerk muss Schritt halten“, sieht Wohlfeil nach wie vor die größten Herausforderungen darin, die Attraktivität des Handwerks „besser zu verkaufen“, um im Wettbewerb mit der Industrie bestehen zu können. Neben dem Werben um Nachwuchs auch für die Unternehmensnachfolgen gehöre dazu besonders die Verbesserung des Technologietransfers in kleinere und mittlere Unternehmen. –fis-

 
 

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