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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Juli 2016

Wirtschaftsförderung: Eldorado für Innovative und Kreative

Entwicklung von Gründerzentren Thema im Ausschuss für Wirtschaftsförderung

Eine Vorzeigestadt mit bundesweiter Ausstrahlung ist Karlsruhe bei der Entwicklung von Gründerzentren. Im Wirtschaftsförderungsausschuss gab Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz am 24. Juni erstmals einen sehr positiv aufgenommenen Gesamtüberblick.

Konzentriert auf Kernkompetenzen und passgenaue Angebote haben die Stadt und zahlreiche Partner seit 1983 zehn Gründerzentren entwickelt. Das sind die Technologiefabrik (seit 1983) in der Haid-und-Neu-Straße 7, das Gründerzentrum Durlacher Allee 53 (seit 1986), der Handwerkerhof, Nördliche Uferstraße 4 bis 6 (seit 1993), das Gründerzentrum Seboldstraße 1 (seit 1995), das Gewerbe- und Dienstleistungszentrum P90, Pfinztalstraße 90 (seit 2005), der KIT-Hightech-Inkubator auf dem Campus Nord (seit 2008) und das Kreativgründerzentrum Perfect Futur (seit 2012), das inzwischen in Freiburg sogar nachgebaut wird. Dazu kommen das Cyberlab des Cyberforums, Haid-und-Neu-Straße 18 (seit 2013), der VC Ventures-Inkubator, Lange Straße 2 (seit 2015) sowie der LaunchPad, Rintheimer Straße 15 (seit 2016). Aus ihnen sind wie 1 &1 und Init, die inzwischen zu den größten Gewebesteuerzahlern gehören, viele erfolgreiche Firmen hervor gegangen, informierte Lukzak-Schwarz.

Insgesamt arbeiten in den zehn Zentren momentan auf einer Gesamtfläche von 32.200 Quadratmetern 233 Firmen. 114 gehören zu Gewerbe, Handel und Dienstleistung, 96 sind technologieorientiert, 23 Handwerksbetriebe. Entstanden sind bisher 1.417 neue Unternehmen mit rund 8.450 Arbeitsplätzen. Die 982 Technologieunternehmen führen als Wachstumsmotoren die Liste mit rund 7.623 Arbeitsplätzen an, gefolgt von Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit 527 und dem Handwerk mit 300 Arbeitsplätzen. Die meisten Unternehmensgründungen weisen mit einer nahezu 100-prozentigen Auslastung die Technologiefabrik und das Cyberforum auf, ergänzt vom KIT-Hightech-Inkubator. Hier übersteigt die steigende Nachfrage das Angebot.

Da sich die Gründerzentren als Keimzelle steten Wachstums in sich verändernden Märkten erwiesen haben, mache es laut Verwaltung Sinn, hier weiter zu investieren und neue Zentren zu etablieren. Mit Fokus auf IT, Energie, Hightech-Produktion und Kreativwirtschaft. Angedacht sind ein Wachstums- und Festigungszentrum Kreativwirtschaft für die aus Perfect Futur herauswachsenden Unternehmen. Rund 2.100 Quadratmeter soll es hier für büroorientierten Unternehmen geben, ergänzt durch kleine Läden und Flächen für Medienproduktion.

Außerdem prüft die Wirtschaftsförderung die Machbarkeit eines Gründer- und Wachstumszentrums für die Hightech-Produktion 4.0 und unterstützt daher den Aufbau eine Netzwerkes „Industrie 4.0 – Allianz Karlsruhe“. Favorisiert wird als drittes ein Gründerzentrum Energie. Durch das KIT-Zentrum Energie, Fraunhofer ICT in Pfinztal und die ENBW gehört Energie zu den Karlsruher Kernkompetenzen. Aus ihnen ging bereits ein Innovationscampus am Rheinhafen hervor. Dazu kommen EnergieForum, Focus Energie und Innovationsaktivitäten der Stadtwerke.

Erwartet werden durch ein Energiezentrum auch wegen Überschneidungen zur Mobilität und Elektromobilität Synergien und Mehrwerte, die allen Akteuren zugute kommen. Alle diese Aktivtäten koordiniert das Netzwerk „Gründerallianz Karlsruhe“. Dafür ist die Kontaktstelle Existenzgründung bei der Wirtschaftsförderung mit einer Vollzeitstelle samt Sachmitteln besetzt.

Zudem gibt es zur Fortschreibung des Nahversorgungsberichts von 2007 im September eine Bürgerumfrage, nahm der Ausschuss ebenso zur Kenntnis wie die Bewilligung von Landesmitteln für einen Technologietransfermanager, je zur Hälfte angesiedelt bei Stadt und Handwerkskammer. -cal-

 
 

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