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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Juli 2016

Ausstellung: Hibakusha überlebten Einsätze von Atomwaffen

AN VIELEN ORTEN SCHÄDIGT DAS ATOM: IPPNW-Geschäftsführer Lohrer (links) und OB Mentrup eröffneten die Schau. Foto: Fränkle

AN VIELEN ORTEN SCHÄDIGT DAS ATOM: IPPNW-Geschäftsführer Lohrer (links) und OB Mentrup eröffneten die Schau. Foto: Fränkle

 

Ausstellung der Internationalen Ärzte zur Vermeidung des Atomkriegs im Rathaus / Flagge weht vor dem Ständehaus

Hibakusha – so nennen sich die Überlebenden der Atomwaffenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki im Sommer 1945. Viele von ihnen sind aktiv im Kampf gegen Atomwaffen und auch die zivile Nuklearindustrie.

Die Vereinigung Internationaler Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) zählt aber mindestens 50 Orte weltweit auf, an denen Menschen wegen Atomwaffenversuchen, Atomunfällen oder anderer nuklearer Ereignisse schwer verstrahlt oder sonst wie nuklear geschädigt wurden. Für IPPNW sind diese „Hibakusha worldwide“. So heißt auch die Plakatausstellung der Ärztevereinigung, die noch bis zum 15. Juli im Foyer des Rathauses zu sehen ist.

Sie zählt die Orte von Alamogordo in den USA – Ort der ersten Atombombenexplosion am 16. April 1945 – bis Witwatersrand in Südafrika – Uranabbaustätte – auf, an denen Menschen in den letzten rund 80 Jahren nuklear verstrahlt und damit gesundheitlich schwer geschädigt oder getötet wurden.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und der internationale Geschäftsführer von IPPNW, der in Karlsruhe aufgewachsene Villinger Arzt Dr. Helmut Lohrer, haben die Ausstellung am Dienstag eröffnet. Mentrup machte dabei deutlich, dass die Ausstellung im Zusammenhang damit steht, dass derzeit vor dem Ständehaus die Flagge der Bürgermeister für den Frieden weht. Sie erinnert daran, dass genau heute vor 30 Jahren ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag die Vorbereitung auf den Atomkrieg für völkerrechtswidrig erklärt hat. 200 Städte in Deutschland und weltweit unzählige Kommunen beteiligen sich an der Flaggenaktion. Am heutigen Freitag gibt es dazu um 12 Uhr in der Christuskirche eine „Nagelkreuzandacht“ und das Friedensbündnis hält um 17 Uhr unter der Flagge eine Mahnwache. -erg-

 
 

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