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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Juli 2016

Stadtmarketing: „Spiel mich!“ von Fuge bis Ragtime

NACH HERZENSLUST SPIELEN: Bis zum 6. August lädt die Aktion „Spiel mich!“ Laien und Vollblutmusiker ein, an einem der an 21 Orten der Innenstadt aufgestellten Klaviere für den guten Ton zu sorgen. Foto. Fränkle

NACH HERZENSLUST SPIELEN: Bis zum 6. August lädt die Aktion „Spiel mich!“ Laien und Vollblutmusiker ein, an einem der an 21 Orten der Innenstadt aufgestellten Klaviere für den guten Ton zu sorgen. Foto. Fränkle

 

Der verminderte Septakkord legt sich fast gravitätisch über die Kaiserstraße Und die danach brillant gesetzten virtuosen Folgen lassen einen Kenner und Könner des Orgelwerks erkennen. Der Herr mittleren Alters, der da inmitten des geschäftigen Treibens auf der Einkaufsmeile einem schon leicht ramponierten Klavier Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach entlockt, der hat das gelernt.

Das hören die Passanten, halten inne und quittieren das Vorspiel mit mehr als freundlichem Applaus. Wenige hundert Meter weiter gen „Euro“ locken gänzlich andere Töne zum Verweilen und Lauschen. Ragtime ist da angesagt. Sicherlich kommt „The Entertainer“ von Scott Joplin hier etwa hölzern und holprig daher. Macht aber nichts: Die 16-jährige Schülerin hat Freude daran, den Klassiker des Genres in die Tasten zu hauen. Ihre Mitschüler, die lässig am Piano lehnen auch.

Freude und gute Laune bei und mit Musik zu vermitteln, ist auch das Ziel der erneut vom Stadtmarketing initiierten Aktion „Spiel mich!“. Bei der stehen bis zum 6. August an insgesamt 21 Orten in der gesamten Innenstadt von Bürgern gespendete Klaviere vor Geschäften, Galerien, Parkhäusern oder Ateliers. Laden dort versierte wie weniger geübte Pianisten ein, Kostproben ihres Könnens zu geben. Die City wird so zur großen Konzertbühne, auf der Spielfreudige den Klang Karlsruhe bestimmen. -trö-

 
 

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