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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Juli 2016

Stimmen aus dem Gemeinderat: KULT: Quo vadis, Technologieregion?

Dr. Eberhard Fischer, KULT-Stadtrat

Dr. Eberhard Fischer, KULT-Stadtrat

 

Die Technologieregion Karlsruhe (TRK) ist zweifellos ein Kunstprodukt. Sie entstand vor Jahren als eine Art „Werbegemeinschaft“ der Kreise und großen Städte zwischen Landau und Bretten, Bühl und Bruchsal. Die geben auch das Geld für die TRK. Bisher geben daher die Landräte und Bürgermeister die Richtung vor und beschließen Projekte. Die Einwohner der Region kriegen davon wenig mit.

Hauptaufgabe der TRK: Förderung der regionalen Wirtschaft. Diese Wirtschaft ist derzeit nur halbherzig dabei. KULT sieht daher die Weiterentwicklung der TRK als notwendig an. Der Abstimmungsprozess dazu lief über viele Monate ab. Wir Stadträte kennen die neue Struktur, samt einem ausführlichen Gutachten, erst seit ein paar Wochen: Die Gesellschaftsform soll sich ändern; große Firmen und die Wissenschaft sollen neben Regionalverband, Land- und Stadtkreisen Mitglied werden können; alle Mitglieder steuern Geld bei. Hauptzahler bleibt allerdings die Stadt Karlsruhe. KULT hat Ergänzungsanträge zu dieser Weiterentwicklung gestellt, zum Teil gemeinsam mit den Grünen; zu lesen auf www.kult-fraktion.de. Am 19. Juli wird das Thema im Gemeinderat beraten. Ziel für KULT: Eine für alle attraktive TRK mit klaren Aufgaben!

Was sich nicht so schnell ändern wird, ist die fehlende Identifikation der Bevölkerung mit der TRK. Badener empfinden sich als Badener, Pfälzer als Pfälzer. Das ist in der Metropolregion Rhein-Neckar anders. Die baut auf der alten Kurpfalz auf. So ein Zugehörigkeitsgefühl kann man aber nicht einfach kopieren. Das muss über Jahre wachsen. Eine wichtige Bedingung dafür: mehr Transparenz, mehr Kommunikation, mehr Dialog. Die TRK muss sich dieser Aufgabe stellen, will sie Erfolg haben.

Dr. Eberhard Fischer
KULT-Stadtrat

 
 

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