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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. August 2016

Hauptbahnhof Süd: Workshop zu „Rund ums Heizkraftwerk“

DIE AUSGANGSLAGE: Beim Rundgang brachten sich die Workshop-Teilnehmenden auf den aktuellen Stand. Foto: Fränkle

DIE AUSGANGSLAGE: Beim Rundgang brachten sich die Workshop-Teilnehmenden auf den aktuellen Stand. Foto: Fränkle

 

60 Teilnehmer erarbeiteten Anregungen für Gemeinderat

Welche Nutzungen sind für das Entwicklungsquartier Hauptbahnhof-Süd rund ums Heizkraftwerk denkbar? Wie könnten die mit der Umnutzung verbundenen Ziele erreicht werden?

Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer letzte Woche im Rahmen einer Ideenwerkstatt, darunter Vertreter aus Vereinen, Kunst- und Kulturinstitutionen, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie an der Fragestellung interessierte Bürger. „Wir werden nach der Sommerpause die diskutierten Ansätze in gemeinderätlichen Ausschüssen behandeln“, so Bürgermeister Michael Obert am Ende des zweitägigen Workshop: „Wir werden weiterhin ein transparentes Verfahren gewährleisten.“

Ausgangspunkt war der Beschluss des Gemeinderats, der die Verwaltung im Juli 2015 beauftragte, eine künstlerisch-kulturelle Nutzung auf dem Areal zu prüfen, ebenso wie Nutzungen aus dem Bereich Gewerbe und Gastronomie.

Diskussion in Arbeitsgruppen

„Wir sollten uns zunächst keine Denkverbote auferlegen“, hatte EB Wolfram Jäger eingangs betont. Zunächst verschafften sich die Teilnehmenden einen Eindruck vom Gelände und informierten sich über Rahmenbedingungen und Gutachten. Themenfelder: mögliche zukünftige Nutzungen, städtebauliche Situation sowie mögliche Formen der Betreiberschaft. Die Gebäude seien als Ensemble zu betrachten, stellten die Teilnehmer der Arbeitsgruppen zum Charakter des Areals fest.

Entstehen könne ein lebendiges Quartier und damit ein wichtiger Stadtbaustein und Ankerpunkt. Weil sich das „Kleinod“ durch Bebauung des Gesamtareals möglicherweise sehr verändert, müsse es im Kontext der Nachbarschaft betrachtet werden. In der Gruppe „Nutzungen und Nutzer“ war Konsens, dass die historischen Gebäude erhaltenswert seien, künftige Nutzungen wirtschaftlichen Überlegungen standhalten sollten. Im Kesselhaus als Herzstück des Areals sei eine öffentlichkeitswirksame Nutzung denkbar. Einig war man sich, dass es einen Verantwortlichen für das Areal brauche. In der Gruppe „Betreiberschaft und Prozessdesign“ wurden Chancen und Grenzen von Betreiberformen diskutiert. Diese müsse auf die Spannungsfelder des Geländes und das kreative Potenzial reagieren.

Auch müsse der Betreiber eigenverantwortlich handeln und das dafür notwendige Maß an finanziellen Ressourcen dauerhaft aufbringen. Als Beispiele wurden Gewerbehof und Alte Schlachthof diskutiert. Das Quartier solle einen lebendigen Charakter haben, deshalb sei das Miteinander von alter und neuer Bausubstanz wichtig, meinte die Gruppe „Städtebauliche Situation“. Ein Teil wünschte sich den Erhalt möglichst des gesamten Ensembles - auch, weil dies die Adressbildung befördere. Für die Entwicklung eines eigenständigen Quartiers seien differenzierte städtebauliche Betrachtung sowie übergreifende Vision notwendig. -rie-

 
 

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