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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. August 2016

Kultur: Kunst als Tochter der Freiheit

FREMD IST NUR, WAS MAN NICHT KENNT: Die Kamuna bietet wieder Gelegenheit, sich mit den vielfältigen Ausdrucksformen von Kunst und Kultur auseinanderzusetzen. Foto: Kamuna/Onuk

FREMD IST NUR, WAS MAN NICHT KENNT: Die Kamuna bietet wieder Gelegenheit, sich mit den vielfältigen Ausdrucksformen von Kunst und Kultur auseinanderzusetzen. Foto: Kamuna/Onuk

 

„Kultur ohne Grenzen“: Kamuna am 6. August mit 300 Veranstaltungen

Den Blick schärfen für Kunst und „Kultur ohne Grenzen“ will die 18. Ausgabe der Karlsruher Museumsnacht (Kamuna). Am Samstag, 6. August, laden 16 Museen und Institutionen von 18 bis 1 Uhr zu Rundgängen, Konzerten, Lesungen und Aktionen ein.

Bei 300 Programmpunkten geht der Überblick leicht verloren. Je nach Interesse gibt es deshalb spezielle Tour-Vorschläge, die etwa „Jenseits des Tellerrands“ blicken lassen, „Grenzenlos Kunst“ servieren oder Kindern besonders viel Spaß machen, zusätzlich einen Online-Planer auf www.kamuna.de.

Die Karlsruher Kulturerklärung postuliert Kultur als Grundrecht für alle – auch für jene, die nach Deutschland geflohen sind und hier in den Unterkünften leben. Für sie haben Kamuna-Organisatorin Eva Lichtenberger und ihre Kooperationspartner das fremdsprachige Angebot mit Führungen auf Französisch, Arabisch und Persisch angereichert. Kunst solle sicht- und erfahrbar gemacht werden, sie sei „eine Tochter der Freiheit“, erklärte Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche beim Pressegespräch.

Lust auf die große Ägypten-Schau „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“ macht das Badische Landesmuseum mit der Präsentation erster Exponate, im Museum für Literatur liest Dilek Güngör um 20 Uhr aus ihren Kolumnen und das ZKM nähert sich beim Workshop im BÄMlab spielerisch dem Thema Programmieren (18 Uhr). Zum Augen- kommt der Ohrenschmaus. Passend zur Ausstellung „Rund um den Indianerbrunnen“ tritt im Stadtmuseum um 19.30 Uhr die Indianerband Reencuentros auf, in der Kunsthalle entführt um 20 Uhr Azetõ African Percussion in die Ferne. Warum sich ein Elektro-Pop-Duo „Invisible Penguins“ nennt, mag bei deren Konzert um 22 Uhr im Pfinzgaumuseum klarer werden.

In der Städtischen Galerie erwartet Zuhörer mit dem Saxophonquartett Three Bees and a Bop um 22.30 Uhr Jazz und Pop, im Badischen Kunstverein mit Angela Aux Implosion Folk-Sounds der 70er sowie Kraut und Experimental. Im Ständehaus gibt es ein Wiedersehen mit dem „Lumpenpack“ und ihrer Show aus Songs und Texten sowie Akrobatik mit den Guinea-Boys. Wer noch Kondition hat, kommt ab 0.30 Uhr in den Innenhof der Stadtmitte, denn dort lässt der deutsch-indonesische Sänger Tóke die Kamuna entspannt mit Reggae ausklingen. Der Eintrittsbutton kostet an der Abendkasse 12 Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen nichts. Wer´s bequem mag, kann die eigens eingesetzten Shuttle-Busse und die Kultur-Tram nutzen. -maf-

 
 

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