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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. August 2016

Radlerforum: Landes-RadNETZ als Grundgerüst

RADELN IST IN: Land und Kommunen wollen RadNETZ aufbauen. Foto: Fränkle

RADELN IST IN: Land und Kommunen wollen RadNETZ aufbauen. Foto: Fränkle

 

Ziel: bis 2030 Top-Qualität

Mit dem RadNETZ Baden-Württemberg möchte das Land Ober- und Mittelzentren verbinden. Das 7.000 Kilometer lange Grundgerüsts, sollte dann durch regionale und lokale Netze ergänzt werden, informierte Michael Öhmann vom Landes-Verkehrsministerium kürzlich im Radlerforum.

Das Expertengremium zum Thema Radverkehr trifft sich unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert regelmäßig, um Ziele der Radverkehrspolitik und Rad-Projekte zu diskutieren. Die Umsetzung des RadNETZes sei Gemeinschaftsaufgabe von Land und vor allem von Kommunen, so Öhmann. Denn 80 Prozent der Radinfrastruktur liege in kommunaler Hand. Wobei man in Karlsruhe häufig eine bessere Situation als in vielen anderen Kommunen vorgefunden habe.

Mit einem „Startnetz“ möchte das Land vor allem die Durchgängigkeit sicherstellen – sicher zu befahren ohne schon alle Komfortstandards zu haben. In „Top-Qualität“ soll dann das bis 2030 angepeilte Zielnetz sein. Zum RadNETZ gehören für Karlsruhe neben Landesfernwegen Alltags-Verbindungen in die Nachbarstädte und orientiert sich an den Landesentwicklungsachsen. Was mit Blick auf die Führung entlang B36 und B3 auch Kritik im Radlerforum hervorrief, denn „im nördlichen Hardt wird lieber über die Alleen im Wald geradelt, nicht zusammen mit dem Autoverkehr“.

„Das Startnetz kann in manchen Abschnitten auch vorübergehender Natur sein, bis mit dem Zielnetz vorteilhaftere Routen ausgebaut sind“, merkte Obert dazu an. Die Alleen - etwa Grabener, Friedrichstaler und Stutenseer Allee – oder auch die Verbindung Richtung Weingarten westlich der Bahnlinie tauchen auch bei den Regionalradwegen auf, erläuterte Radplaner Johannes Schell.

Ausblick Fahrrad-Jubiläum 2017

2017 feiert das Fahrrad seinen 200. Geburtstag. Und dies in Baden-Württemberg vor allem in Karlsruhe, wo Karl Drais das Fahrrad 1817 erfand – und in Mannheim, wo die erste Ausfahrt stattfand. Das Land steuert eine „nachhaltige Roadshow“ per Lastenräder bei - mit Halt auch in Karlsruhe. Hier ist „Ganz schön Drais“ in die Heimattage eingebettet, die die Karlsruher Event GmbH organisiert. Auch aufgrund des Feedback aus der Runde meinte Obert zum Drais-Tag: „Dieses Format braucht ein wenig Auffrischung. Wir sollten daher, gerne auch mit Ihnen, überlegen, wie es 2018 weitergehen könnte. -rie-

 
 

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