Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. August 2016

Zoologischer Stadtgarten: Sinnlich erkunden

RUND 150 PFLANZEN zum Riechen und Fühlen wachsen im Zoologischen Stadtgarten auf 14 Beeten. Foto: Fränkle

RUND 150 PFLANZEN zum Riechen und Fühlen wachsen im Zoologischen Stadtgarten auf 14 Beeten. Foto: Fränkle

 

Neuer Duft- und Tastgarten lockt am Gondolettasee

Gelbe, rote oder blaue Blüten recken ihre Kelche, in denen sich Hummeln und Schmetterlinge tummeln, in die Sonne und entfalten betörende Düfte. Das ist neben dem Gondoletta-See so gewollt: Mit einem neuen Duft- und Tastgarten bereichert das Gartenbauamt nun den Zoologischen Stadtgarten mit einer weiteren Attraktion.

Der alte aus dem Jahre 1994 in Nähe des Japangartens wird mittlerweile von Gehölzen schier erdrückt und verschattet. Düfte entfalten sich jedoch nur in der Sonne, verriet Planerin Martina Wieland-Dürr bei der Übergabe an die Bevölkerung. Gewünscht hatte sich eine neue Anlage deshalb der Behindertenbeirat. Blinde können jetzt wirklich wieder Pflanzen riechen oder solche mit besonders rauen Blättern tastend erkennen.

Rollstuhlfahrer finden sie in der richtigen Höhe vor sich und genügend Platz, um zwischen den Beeten durchzukommen. Schräg gegenüber dem bisherigen Standort haben angehende Landschaftsgärtnerinnen – und -gärtner seit Oktober elf Hoch- und drei Bodenbeete mit circa 150 Artengeschaffen. Die Umfassungen aus dunkelgrauen Betonsteinen knüpfen auch im Sinne des Denkmalschutzes an den Stil der Bundesgartenschau 1967 an, erklärte Gartenbauamtschef Helmut Kern.

Auf 75 Metern finden sich darin Heilpflanzen wie die Königskerze, Baldrian oder Salbei, gespendet und gezogen von der Deutschen Homöpathie Union. Dazu kommen Pflanzen zum Tasten und aus dem Bauerngarten. Außerdem welche mit starken Farben, etwa Ecchinacea- Pflanzen in Rottönen, Würzkräuter wie Schnittknoblauch oder leuchtend orange Gewürztagetes. Im Kinderbeet können die kleinen Lakritztagetes, Schokoladen-Iris oder die Gummibärchenblume probieren. Bei den mediterranen Pflanzen wachsen sizilianischer Gewürzfenchel oder römische Kamille. Salbei- und Minzarten bestimmen das letzte Hochbeet. Drei weitere farbenprächtige Bodenbeete sowie Duft-Gehölze ergänzen den äußeren Bereich. Gekostet hat das Material die Stadt rund 70.000 Euro. -cal-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe