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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. August 2016

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD: Karlsruher (Kinder) Pass – Erfolgsgeschichte weiter schreiben

Yvette Melchien, SPD-Stadträtin

Yvette Melchien, SPD-Stadträtin

 

Der Karlsruher (Kinder) Pass mit seinen vielfältigen freiwilligen Leistungen hat sich seit Jahren als einmaliges, unbürokratisches Mittel zur Armutsbekämpfung in Karlsruhe bewährt.

Finanziell benachteiligten Erwachsenen ermöglicht der 2009 wieder eingeführte Karlsruher Pass eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Mit dem Karlsruher Kinderpass können Kindern aus finanziell schlechter gestellten Familien Freizeit- und Bildungsangebote wahrnehmen, die für jedes Kind zugänglich sein sollten.


Soziale und kulturelle Teilhabe als Ziel
Die soziale und kulturelle Teilhabe bleibt für die SPD-Fraktion eines der wichtigsten Ziele in Karlsruhe. Es ist der Kern sozial gerechter Politik, ökonomische und soziale Teilhabe- und Verwirklichungschancen für schwächere Mitglieder der Gesellschaft zu ermöglichen und  Lebensverhältnisse vergleichbar zu gestalten. Wir setzen uns weiterhin für die Beseitigung von Ungerechtigkeiten und für ein soziales Miteinander ein. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich eine Ausweitung des Karlsruher (Kinder) Passes auch auf armutsnahe Einwohnerinnen und Einwohner, die keinen Anspruch auf Soziallleistungen haben.

Fortschreibung des Erfolgsmodells
Der Karlsruher (Kinder) Pass wird von seinen Inhabern sehr unterschiedlich verwendet. Neben Ermäßigungen beim Schwimmbadbesuch, dem Kauf von KVV-Monatskarten oder bei der Teilnahme an Kursen der Volkshochschule wird der Karlsruher Pass am häufigsten für den kostenlosen Besuch des Karlsruher Zoos genutzt. Der bisher freie Eintritt in den zoologischen Stadtgarten soll sich nun ändern und hat teilweise für einen Aufschrei im Stadtparlament gesorgt. Aufgrund der gesteigerten Attraktivität des Zoos, etwa durch die Erweiterung des Exotenhauses und der damit einhergehenden Kosten wurden die regulären Eintrittspreise erhöht. Für die Karlsruher Pass-Inhaber war deshalb zukünftig auch ein Eigenanteil am Eintrittspreis von jeweils 50 Prozent vorgesehen. Um eine „Kürzung“ aber moderat und sozialverträglich zu gestalten, hatte die SPD-Fraktion erfolgreich in einem interfraktionellen Antrag eine 2/3-Bezuschussung der Eintrittspreise durch die Stadt vorgeschlagen. Mit der Festlegung des günstigen Jahreskartenpreises von 5 Euro für Kinder und 10 Euro für Erwachsene möchten wir grundsätzlich den Anreiz setzen, Jahreskarten zu erwerben. In erster Linie geht es aber um die Zukunftsfähigkeit des Gesamtmodells und nicht um Einsparungen. Bei der Nutzung von Ferienangeboten sind beispielsweise die Zuschüsse erhöht worden. Anstelle eines Festbetrages von 40 Euro werden nun 2/3 der Kosten beigesteuert, was eine weitaus größere Bezuschussung bedeutet, denn es ist uns sehr wichtig, dass alle Kinder von der Ferienbetreuung profitieren.

Yvette Melchien
SPD-Stadträtin

 
 

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