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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. August 2016

Stimmen aus dem Gemeindrat: CDU: Daueraufgabe und Herausforderung für Kommunen und Gesellschaft?!

Dr. Rahsan Dogan, CDU-Stadträtin

Dr. Rahsan Dogan, CDU-Stadträtin

 

Die Städte und Gemeinden tragen für die unbegleiteten minderjährigen Ausländer die Verantwortung.

Diejenigen von ihnen, die nach dem 1. November 2015 nach  Deutschland eingereist sind, werden durch das örtlich zuständige Jugendamt zunächst vorläufig in Obhut genommen. Dies bedeutet für Karlsruhe als Landeserstaufnahmestelle, dass die minderjährigen Kinder und Jugendlichen zunächst unter der  Fürsorge der Stadt Karlsruhe bleiben. Die jungen Menschen werden im Rahmen der vorläufigen Inobhutnahme bei einer geeigneten Person – Verwandte oder Pflegefamilien – oder in einer geeigneten Einrichtung untergebracht. Bei letzteren handelt es sich in der Regel um sogenannte Clearinghäuser, die auf die Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen spezialisiert sind oder um Jugendhilfeeinrichtungen. Während der Inobhutnahme findet die Beantragung einer Vormundschaft, die medizinische Untersuchung, die Altersschätzung, die Ermittlung des Erziehungsbedarfs sowie die Klärung des Aufenthaltsstatus statt.
Die CDU-Fraktion sieht in der frühen Integration der in Deutschland neu ankommenden Minderjährigen eine Kernaufgabe der Städte und Kommunen, aber auch eine Herausforderung, die realistisch angegangen werden muss. Für eine gelingende Integration kommt es dabei auf das Erlenen der deutschen Sprache sowie eine gute Beschulung an. Für die CDU-Fraktion hat dabei auch die Vermittlung der in unserer Gesellschaft geltenden anerkannten Werte, die für ein friedliches Zusammenleben unabdingbar sind, eine zentrale Rolle.
Jungen Flüchtlingen müssen
unsere Werte vermittelt werden
Die Karlsruherinnen und Karlsruher, deren Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe vorbildlich ist und nicht genug Wertschätzung erfahren kann, dürfen hierbei nicht allein gelassen werden.
Die erschreckenden Ereignisse der vergangenen Woche schüren Ängste und viele Menschen sehen sich mit großer Sorge einem wachsenden gesellschaftlichen Problem ausgesetzt, dem sie alleine nicht begegnen können.

Die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen
Für die CDU-Fraktion ist die Gewährleistung eines friedlichen Miteinanders und die Wahrung des sozialen Friedens in unser Stadt und Gesellschaft wichtigstes Ziel.

Flüchtlinge aus Krisengebieten kommen oft stark traumatisiert in Deutschland an. Die betroffenen Kinder und Jugendliche haben in ihren Heimatstaaten Jahre der  Gewalt erlebt. Auf einer anstrengenden langen Flucht haben sich weitere traumatische Erlebnisse verfestigt. Wartezeiten und Ungewissheit in den Unterkünften erhöhen den Leidensdruck. Psychische Erkrankungen sind häufig - Therapieplätze gibt es nur wenige. Ein Kernproblem ist, dass die psychischen Erkrankungen nicht ohne weiteres sichtbar bzw. erkennbar sind und die Gefahr der Verschlechterung akut ist.

Psychische Probleme frühzeitig erkennen und behandeln
Die in unser Land und unsere Stadt kommenden minderjährigen Flüchtlinge müssen frühzeitig von Therapeuten und Pädagogen betreut werden, die auf dem Gebiet der Feststellung und Behandlung von Traumata spezialisiert sind.  Das muss vom ersten Tag der Ankunft an geschehen.
Dr. Rahsan Dogan
CDU-Stadträtin

 
 

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