Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. August 2016

Kombilösung: OB vor Entscheid zuversichtlich

ENDGÜLTIGE FAHRBAHN: Was nördlich des Kaiserplatzes fertiggestellt ist, soll sich über eine Nord-Süd-Sperrung am Mühlburger Tor fortsetzen. Foto: KASIG

ENDGÜLTIGE FAHRBAHN: Was nördlich des Kaiserplatzes fertiggestellt ist, soll sich über eine Nord-Süd-Sperrung am Mühlburger Tor fortsetzen. Foto: KASIG

 

Mentrup sieht Karlsruhe auch durch Einschätzung des Bundesstaatssekretärs gesichert

Zwar steht das grüne Licht aus Berlin zum zweiten Schwerpunkt der Kombilösung nach wie vor aus. Doch OB Dr. Frank Mentrup bleibt zuversichtlich, dass das Bundesverkehrsministerium trotz zu prüfender Bedenken des Bundesrechnungshofs die vor Jahren bewilligten Fördermittel zur Untertunnelung der Kriegsstraße bestätigen wird.

„Seinem Verständnis nach sieht es das Bundesverkehrsministerium als erwiesen an, dass die Wirtschaftlichkeit der Kombilösung gegeben ist.“ So schilderte das Stadtoberhaupt in einem Pressegespräch kurz vor der Sommerpause seine persönliche Einschätzung, die auf einer Unterredung mit Michael Odenwald, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, fußt. Neben der Untertunnelung der bislang oberirdisch massiv durch ÖPNV befahrenen Kaiserstraße, die künftig Fußgängerzone mit darunter fließendem U-Bahn-Verkehr sein wird, ist als Ausgleich eine Bahntrasse auf der Kriegsstraße vorgesehen. Dass die zentrale Ost-West-Achse zur Vermeidung eines Verkehrskollapses einen Autotunnel erhalten muss, zieht der Bundesrechnungshof in Zweifel. Staatssekretär und OB zufolge gibt es aber auch keine Bedenken hinsichtlich Förderfähigkeit und rechtlicher Prämissen. Mentrup war darum „guter Hoffnung“, dass der Aufsichtsrat der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG), dessen Vorsitz er innehat, in seiner nächsten Sitzung Ende September Klarheit hat. „Das wäre wichtig, um die noch aktuelle Ausschreibung abschließen zu können.“ Die KASIG ist die Bauherrin der Kombilösung und muss bei weiterer Verzögerung eventuell neu ausschreiben. Das würde viel Zeit und Geld kosten. Somit hält das Bangen an, aber der OB ist optimistisch. Zumal das auch fördernde Landesverkehrsministerium die gleiche Haltung vertrete.

Derweil wirken die Kombi-Bauer an vielen Stellen weiter. Im umkämpften Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor wird an der Schalung für die Decke zwischen dem unten liegenden Stadtbahntunnel und dem darüber liegenden Straßentunnel gearbeitet. Auch am Mühlburger Tor geht es für die künftige Verkehrsführung weiter, was neuerliche Beeinträchtigungen mit sich bringt. Noch bis Montag in einer Woche, 5. September, werden die Straßenflächen auf der Nordostseite und im nördlichen Teil der Kreuzung in ihren endgültigen Zustand versetzt. Nach der Nordseite des Kaiserplatzes samt U-Turn wird das Mühlburger Tor vom heutigen Freitag an in Nord-Süd-Richtung und umgekehrt gesperrt: Dann werden die beiden noch in der Kreuzung liegenden provisorischen Umfahrungsgleise entfernt, und auch dieser Bereich erhält nach der Asphaltierung zwischen Leopold- und Reinhold-Frank-Straße seine endgültige Straßendecke. Von Norden nach Süden kann man in dieser Zeit am Mühlburger Tor rechts und über die Wendemöglichkeit Höhe Rathaus West fahren. In umgekehrter Richtung geht es ebenfalls nach rechts, dann um den Kaiserplatz herum. Nähere Infos im Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe auf vmz.karlsruhe.de.
Bei 175 Metern war laut jüngster KASIG-Meldung der Vortrieb des kleineren Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße angekommen. In der Durlacher Allee wachsen die gebauten Gleisstücke immer mehr in die Länge, auch im Bereich des Gottesauer Platzes ist inzwischen die endgültige Lage der Gleise gut zu erkennen. Mit dem Gleisbau einher geht der Straßenbau auf Nord- und Südseite der Durlacher Allee. Die von der Tunnelvortriebsmaschine Giulia hergestellte kreisrunde Tunnelröhre mit einem Innendurchmesser von 8,20 Metern wird zu etwa einem Drittel aufgefüllt, um darauf später die beiden Gleise einzubauen. Auch an den unterirdischen Haltestellen geht es etwa mit Erdaushub weiter.

All das und mehr überwachen seit Kurzem auf der Havarieleitung an der Kaiserstraße Blickrichtung Marktplatz Maskottchen-Maulwurf Kombi-Karle, Horscht Wassertropfen für den Beitrag des Unternehmens Hölscher Wasserbau und als Symbol der guten Zusammenarbeit ein bunter Vogel. -red-/-mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe