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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. August 2016

Stadtwerke: In Deutschland und Europa bei Besten

VIEL TECHNIK steht hinter der Gewinnung von Trinkwasser. Bei der Gewinnung steht nachhaltiges Verhalten im Vordergrund. Foto: Fränkle

VIEL TECHNIK steht hinter der Gewinnung von Trinkwasser. Bei der Gewinnung steht nachhaltiges Verhalten im Vordergrund. Foto: Fränkle

 

Trinkwasserversorgung achtet auf Nachhaltigkeit beim Handeln / 10.000 Proben pro Jahr

Das Karlsruher Trinkwasser ist von allerbester Qualität. Dies unter Beweis zu stellen, rufen die Stadtwerke Karlsruhe alljährlich die Medien in eines ihrer Wasserwerke und präsentieren ihre Tätigkeit in Sachen Wasser, diesmal ins Wasserwerk Hardtwald bei der Waldstadt.

Dort haben der Leiter der Wasserwerke, Dr. Bernd Hofmann, der Leiter der Karlsruher Trinkwasserversorgung, Prof. Dr. Matthias Maier, und der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Karl Roth, betont, wie nachhaltig die Wasserversorgung arbeitet. „Den Begriff Nachhaltigkeit könnten die deutschen Wasserversorger sogar erfunden haben“, meinte Roth verschmitzt lächelnd. Wobei er wohl sicherlich gewusst hat, dass er schon vor gut 300 Jahren in der Forstwirtschaft entstanden ist. Aber beide Gebiete haben so manches gemeinsam, unter anderem den Grundsatz, nur so viel zu entnehmen, wie sich nachbildet.

Das Karlsruher Wasser hat den unschätzbaren Vorteil, dass alle drei aktiven Wasserwerke – das Wasserwerk Rheinwald bei Elchesheim-Illingen, das Wasserwerk Mörscher Wald bei Ettlingen und das Wasserwerk Hardtwald – in ausgedehnten Waldgebieten liegen. Der Waldboden dient als natürlicher Filter. So gibt es etwa weit und breit keine Landwirtschaft, die durch ihre Düngung das Grundwasser gefährden könnte. Das Wasser, das in diesen Werken gewonnen wird, muss eigentlich nicht gefiltert werden. Eine Aufbereitung ist nur deshalb nötig, weil es das darin gelöste Eisen und Mangan etwas muffig schmecken lassen und bräunlich einfärben. Es fließt daher durch einen feinen Sandfilter, der von Zeit zu Zeit gegengewaschen werden muss. Der Filtersand im Werk Hardtwald musste seit Inbetriebnahme in den 60er Jahren noch nie ausgetauscht werden.

Das vierte Wasserwerk, das älteste, im Durlacher Wald nahe der Südtangente und des Güterbahnhofs, steht aus Öko-Gründen nur noch für Notfälle zur Verfügung. Obwohl, so vermutet Maier, angesichts des Klimawandels und der wachsenden Bevölkerung zumindest die Tagesspitzenwerte beim Wasserverbrauch steigen werden, verfolgen die Stadtwerke die Pläne zum Bau des Wasserwerks Kastenwört im Moment nicht. Das dortige Wasserschutzgebiet bleibt aber vorerst noch erhalten.

Roth erinnerte eingangs an einen Test der Stiftung Warentest, bei dem stille Wässer in Flaschen mit Leitungswasser verglichen wurden. Mit klarem Vorteil für das Produkt der Wasserwerke. Karlsruher Wasser sei dabei zwar nicht im Test gewesen. Aber er ist überzeugt, dass es deutschland- und sogar europaweit zu den Besten gehört. Das erwiesen etwa jährlich rund 10.000 wasserchemische und mikrobiologische Proben des international renommierten Karlsruher Technologiezentrums Wasser.

Maier ergänzte im Hinblick auf das ökologische Grundwassermanagement der Stadtwerke: „Es liegt in unserem Interesse, die Natur in den Wasserschutzgebieten intakt zu halten, denn sie schützt wiederum unser Wasser.“ -erg-

 
 

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