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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. August 2016

Zoologischer Stadtgarten: Dem Artenschutz das notwendige Gewicht geben

DIE ARTENSCHUTZAKTEURE: von rechts: Becker (am Pult), Reinschmidt,  Obert, Maisenbacher, Lorenz,  Vogeley. Foto: Fränkle

DIE ARTENSCHUTZAKTEURE: von rechts: Becker (am Pult), Reinschmidt, Obert, Maisenbacher, Lorenz, Vogeley. Foto: Fränkle

KOLIBRI in Los Bancos. Foto: Zoo

KOLIBRI in Los Bancos. Foto: Zoo

 

Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe gegründet/Volksbank und Büro Maisenberger Hort + Partner als Stifter

Der Zoo Karlsruhe hat eine eigene Artenschutzstiftung. „Wir möchten Artenschutzprojekte initiieren und diese in den Ursprungsländern mit den lokalen Aktivitäten in Karlsruhe vernetzen“, betonte Bürgermeister Michael Obert (Vorsitz Stiftungsrat) bei der Vorstellung der Stiftung am Dienstag im Exotenhaus.

„Der Zoo ist der größte Multiplikator für den Artenschutz“, weiß Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, um die Chance, die die beliebte Erholungseinrichtung Zoologischer Stadtgarten für die Sensibilisierung in Sachen Artenschutz und Wissensvermittlung bietet. „Mit der Artenschutzstiftung dokumentieren wir den Stellenwert, den wir dem Erhalt von Tieren und Naturräumen weltweit beimessen“, hob Reinschmidt die „historische Bedeutung“ der Gründung hervor.

Der Artenschutz ist im Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgarten wesentlicher Baustein. Dieses stellt den Dialog zwischen Mensch und bedrohtem Tier noch stärker in den Mittelpunkt der Arbeit des Zoos. Die Stiftung fördert Maßnahmen, die dem Tierschutz, Umweltschutz, der Bildung und Wissenschaft und Forschung dienen.

Regenwaldbesitzer werden

„Jetzt geht es richtig los“, freut sich der Zoo-Kurator Artenschutz, Dr. Clemens Becker, über den offiziellen Startschuss der Stiftung. Becker, mit Reinschmidt Vorstand der Stiftung, möchte möglichst viele Menschen gegen eine Spende im Stiftungsprojekt in Ecuador zum „symbolischen Regenwaldbesitzer“ machen: „Wir brauchen 220.000 Euro, um mit Ihnen 35 Hektar Regenwald- und Weidefläche in Los Bancos für unser Projekt zu erwerben“, warb er um Unterstützer.

Mit der Bereitstellung des Stiftungskapitals haben die Volksbank Karlsruhe (50.000 Euro) sowie das Steuerberaterbüro Maisenbacher Hort + Partner (10.000 Euro) die „Karlsruher Artenschutz-Plattform“ überhaupt erst ermöglicht. „Wir freuen uns sehr, dass wir im ersten Jahr unserer langfristig angelegten Kooperation einen Beitrag zur Gründung der Artenschutzstiftung leisten können“, betonte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Andreas Lorenz. „Denn die Arbeit eines modernen Tierparks darf nicht an Gehegen Halt machen. Es gilt vielmehr, die Besucher für den Schutz bedrohter Tierarten im Freiland zu sensibilisieren“, so Lorenz, der im Stiftungsrat sein Knowhow einbringen wird.

„Nachhaltigkeit ist uns ein großes Anliegen“, begründete Bernd Maisenbacher, weshalb „sein Büro mit langer Unternehmenstradition“ nach der steuerlichen Beratung bei der Gründung der Stiftung entschloss, sich selbst als Stifter zu engagieren. Fachlicher Begleiter in Sachen Klima- und Artenschutz ist Dirk Vogeley, Geschäftsführer der KEK – Karlsruher Energie- und Klimaagentur. Mit Herzblut werde er auch als Mitglied im Stiftungsrat tätig sein. Klimaschutz – der Ansatzpunkt für KEK in Ecuador - und Biodiversität seien zwei Seiten einer Medaille. -rie-

Informationen zur Artenschutzstiftung

Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe übernimmt Projekte des Zoo in Ecuador und Sri Lanka. In Los Bancos (Ecuador) gilt das Engagement der Biodiversität. Durch Wiederaufforstung soll Regenwald entstehen. In der Auffang- und Auswilderungsstation für verwaiste Elefanten in Udawalawe (Sri Lanka) wurde kürzlich ein Jungtier zurück in die freie Natur gebracht - ausgestattet mit einem vom Zoo finanzierten Halsband mit Satellitensender.

Telefonisch erreichbar ist die Stiftung (Ettlinger Straße 6) unter 133 6801. Spenden an: Konto 212121 bei der Volksbank (IBAN: DE07 6619 0000 0000 2121 21 ).

 
 

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