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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. September 2016

JUBEZ: Produkte gestalten und vermarkten

EIN HOCKER AUS BIRKENHOLZ ist das erste Produkt, das einheimische und geflüchtete Jugendliche  beim Kreativ-Projekt „supercraftproducts-jubezmade“ entworfen und gestaltet haben. Foto: StJA

EIN HOCKER AUS BIRKENHOLZ ist das erste Produkt, das einheimische und geflüchtete Jugendliche beim Kreativ-Projekt „supercraftproducts-jubezmade“ entworfen und gestaltet haben. Foto: StJA

 

Geflüchtete und einheimische Jugendliche kooperieren beim Projekt „jubezmade“

Roberto Raho ist voll bei der Sache. Der 15-Jährige, der bald eine Ausbildung als Industriemechaniker beginnt, steht in der Holzwerkstatt des jubez und hat gerade die Fräsmaschine in Gang gesetzt. Er bearbeitet einen Holzstab, der ein Gewinde erhält.

Der Stab wird dann zu einem von vier Füßen eines Hockers aus Birkenholz, den Roberto innerhalb des Projekts „supercraftproducts-jubezmade“ selbst hergestellt hat. „Es macht einfach Spaß, damit umzugehen, vor allem, die Maschinen kennenzulernen, zum Beispiel das Fräsen. Ich bin zuhause auch so ein Bastler.“

Gemeinsam gestalten

Beim Projekt „supercraftproducts-jubezmade“ arbeiten geflüchtete Jugendliche sowie junge Erwachsene aus Karlsruhe zusammen, die an der Schwelle zum Berufsleben stehen. Sie können dabei gemeinsam Gestalterin und Gestalter von Produkten werden. „Ziel ist, eine eigene Produktlinie zu entwerfen, umzusetzen und diese dann auch zu vermarkten“, so Tina Zingraff, stellvertretende Leiterin des Jubez, das zum Stadtjugendausschuss gehört. In einem Showroom neben dem Jubez-Eingang ist bereits in einer Ausstellung zu sehen, wie „supercraftproducts“ funktioniert.

„Das Holz stammt aus einem Sägewerk aus der Region“, erläutert Stefan Zinecker, Leiter der Holzwerkstatt, und zeigt ein noch unbearbeitetes Stück Holz. Für ihn ist besonders wichtig bei dem Projekt, dass alle Teilnehmer ihre unterschiedlichen Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen können. Derzeit passiert das meiste noch in der Holzwerkstatt, doch auch die anderen Werkstätten in dem Kulturzentrum könnten bald einbezogen werden. Einen ersten öffentlichen Auftritt hatte „supercraftproducts“ bereits im Kreativdorf bei „Das Fest“. Mehrere Produkte sollen im weiteren Verlauf des Projekts, die dann von den teilnehmenden jungen Erwachsenen nicht nur hergestellt, sondern auch vermarktet werden.
-red-

 
 

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