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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. September 2016

Klimaschutz: Stromsparen in zwei Parkhäusern

HELFEN KLIMA UND STADTSÄCKEL: LEDs beleuchten die Garagen am Kongresszentrum (unser Bild) und Bahnhof. Foto: pr

HELFEN KLIMA UND STADTSÄCKEL: LEDs beleuchten die Garagen am Kongresszentrum (unser Bild) und Bahnhof. Foto: pr

 

LEDs beleuchten Garagen am Bahnhof und Kongresszentrum / Einsparung bis 90 Prozent

In zwei stadteigenen Parkhäusern sorgen jetzt LEDs für gutes Licht. Die Beleuchtung im Parkhaus am Hauptbahnhof (Betreiber: Fächer GmbH) und am Kongresszentrum (Betreiber: KMK GmbH) wurde kürzlich durch die Energie sparende neue Technik ersetzt.

Gegenüber konventioneller Beleuchtung liegt das Einsparpotential immerhin bei bis zu 90 Prozent. Die entstandenen Kosten wurden durch den verwaltungsinternen Klimaschutzfonds und Landeszuschüsse finanziert. "Besonders freut mich, dass beide Maßnahmen vom Land Baden-Württemberg mit 132.000 Euro gefördert wurden", stellte Bürgermeister Michael Obert zufrieden ebenso fest wie, dass mit einer besonders ausgeklügelten Technik moderne Anforderungen an die Sicherheit, Wartungsarmut und Sparsamkeit mit dem Ziel Klimaschutz kombiniert worden seien. Denn wenn nach einer gewissen Zeit in den Parkhäusern keine Bewegung registriert wird, dimmen die LEDs und sparen so zusätzlich. Bei neuerlicher Bewegung strahlen sie wieder in voller Helligkeit.

Nach den ersten Nutzungsmonaten war am Stromzähler im Parkhaus Kongresszentrum eine Energieeinsparung von 56 Prozent abzulesen. Das sind, aufs Jahr gerechnet, 115.000 Kilowattstunden oder knapp 22.000 Euro und eine Minderung des CO2-Ausstoßes um 69 Tonnen. Abzüglich des Landeszuschusses von 60.000 Euro betrug hier der Investitionsbedarf 220.000 Euro, der somit nach zehn Jahren durch die Einsparungen finanziert ist. Am Hauptbahnhof war der Aufwand für die Umrüstung geringer und der Landeszuschuss mit 72.000 Euro zugleich höher. Damit blieben bei der Stadt 97.000 Euro. Die jährliche Einsparung von 138.000 Kilowattstunden beläuft sich auf 26.000 Euro, die damit in knapp vier Jahren eingespielt sind.

Die bei der Stadt bleibenden Investitionskosten werden über den Klimaschutzfonds finanziert. Mit dem, so Bürgermeister Klaus Stapf, "haben wir mit ausdrücklicher Unterstützung durch den Gemeinderat ein Instrument geschaffen, um den nach wie vor bestehenden Sanierungsstau in städtischen Gebäuden noch besser abarbeiten zu können." Finanziert werden vor allem Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Stapf:" Für mich steht der Fonds stellvertretend für viele Maßnahmen im Klimaschutz. Denn über die Lebensdauer der eingebauten Komponenten sparen wir oftmals ein Vielfaches der erforderliche Investitionskosten ein und entlasten damit langfristig den Stadtsäckel."

Obert und Stapf ergänzen, dass es im vergangenen Jahr besonders gut gelungen sei, für Investitionen neben städtischen Mitteln konsequent Fördermittel von Bund und Land zu nutzen. 2015 lagen die Förderzusagen aus dem Klimaschutz-Programm des Landes sowie aus Bundesmitteln für Maßnahmen des Klimaschutzfonds bei einer halben Million Euro.

 
 

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