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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. September 2016

Auszeichnung: Platin für Zukunft Nord

 

Innovatives Projekt: Zertifizierung für nachhaltiges Bauen

Zukunft Nord ist zukunftstauglich: Für das Gebiet östlich des Alten Flugplatzes von der New-York-Straße bis zur Lilienthalstraße hat die Stadt bei der Zertifizierung für den Rahmenplan sowie die sich daraus ergebenden Bauvorhaben durch die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) eine Platin-Plakette und damit die bestmögliche Auszeichnung erhalten (bei einem Erfüllungsgrad von 82,5 Prozent).

Das Nachhaltigkeitskonzept des DGNB-Systems betrachtet alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens in den Themenfeldern Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, technische Qualität, Prozessqualität und Standort.

„Die DGNB-Zertifizierung berücksichtigt Veränderungen des Stadtteilklimas, der Artenvielfalt und Vernetzung, aber auch soziale und funktionale Vielfalt und gibt auch den wirtschaftlichen Aspekten den gleichen Raum“, betonte einordnend die Leiterin des Stadtplanungsamts, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, warum diese Zertifizierung für eine funktionierende, zukunftsweisende Bebauung eine wertvolle Richtschnur ist. Die Auszeichnung wird im Oktober im Rahmen der „EXPO REAL 2016“ in München an Bürgermeister Michael Obert und Karmann-Woessner überreicht. Der Rahmenplan Zukunft Nord gilt bundesweit als ein besonders innovatives und an den aktuellen Zielen städtebaulicher Planung orientiertes Projekt, was durch die Zertifizierung der DGNB unterstrichen wird.

Beim Check der einzelnen Punkte bewegt sich die Bewertung zwischen knapp 60 und 100 Prozent Erfüllungsgrad. Die volle Prozentzahl wurde für die Energieinfrastruktur und für den Städtebau vergeben, mit 99 von 100 Punkten wurde etwa die Mobilitätsinfrastruktur für den nichtmotorisierten Verkehr bewertet. Stark schnitten zudem die Aspekte Partizipation oder auch Flächeninanspruchnahme ab. Vergleichsweise wenige Punkte steuerten Wasserkreislaufsystem (knapp 58 Prozent) oder Flächeneffizienz (rund 57 Prozent) bei. „Hier wenden sich die Vorteile Karlsruhes gegen uns. Zum einen ist durch den Standort im Rheingraben eine Mehrfachnutzung von Wasser nicht erforderlich, und zum anderen hat die behutsame und sozialverträgliche Ergänzung eines lebendigen Quartiers eine geringere Punktevergabe zur Folge“, erläuterte Karmann-Woessner. Infos zu Zukunft Nord gibt es im Netz über Stichwort Städtebauliche Projekte auf www.karlsruhe.de/b3/bauen. -rie-

 
 

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