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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. September 2016

Erlebnistag: Run auf offene Baustelle

IN Der TIEFE: Eine nahezu surreale Atmosphäre herrschte am vergangenen Samstag in der künftigen unterirdischen Bahnhaltestelle Marktplatz, der größten des gesamten Schienennetzes. Foto: Knopf

IN Der TIEFE: Eine nahezu surreale Atmosphäre herrschte am vergangenen Samstag in der künftigen unterirdischen Bahnhaltestelle Marktplatz, der größten des gesamten Schienennetzes. Foto: Knopf

SAISONSTART: Intendant Spuhler, Personalratsvorsitzenden Barbara Kistner und OB Mentrup (l.) beim Fassanstich des Theaterfests. Foto: Knopf

SAISONSTART: Intendant Spuhler, Personalratsvorsitzenden Barbara Kistner und OB Mentrup (l.) beim Fassanstich des Theaterfests. Foto: Knopf

 

Rohbau mit Kunstinstallation / Staatstheater startet mit Fest in die neue Spielzeit

Mächtig was geboten wurde am vergangenen Wochenende in der Karlsruher City. Theaterfest, Tag der offenen Baustelle mit Modeschau, 70`s Rock oder die Digitalen Wasserspiele lockten die Flaneure in die Innenstadt, während auf dem Friedrichsplatz Lastenrad-Profis Umsteigewillige mit den neuen Cargo-Bikes vertraut machten.

Das Theaterfest leitete traditionell die neue Spielzeit ein. Intendant Peter Spuhler begrüßte zahlreiche Gäste und stellte die weltweite Vernetzung in den Fokus der Aktivitäten. So wird das Badische Staatstheater Gastspiele in China, Georgien oder Armenien absolvieren. Den wichtigen Austausch mit den Bürgern und der Stadtgesellschaft nannte OB Frank Mentrup in seiner Rede. „Wir freuen uns heute auf ein echtes Volksfest, das einen Blick hinter die Kulissen erlaubt und einen Anreiz auf die neue Spielzeit bietet.“

Gerade der gesellschaftspolitische Anspruch sei ein wichtiger Aspekt des Theaters, so der Rathauschef, der auch die Sanierung und Erweiterung der Einrichtung erwähnte. Ortswechsel. Auf dem Marktplatz standen die Menschen schon in den Morgenstunden in langen Schlangen an, um einen Blick in die künftige unterirdische Haltestelle zu werfen. Rund 15 Meter ging es behelmt in die Tiefe. 150 Meter lang und 30 Meter breit ist die künftige U-Bahn-Haltestelle. „Es ist die größte des Netzes. Wir haben hier statt zwei nämlich drei Gleise. Hier wird auch das so genannte Pfälzer Gleis gelegt“, erläuterte KASIG-Pressesprecher Achim Winkel.

Einen kulturellen Kontrapunkt im illuminierten Untergrund-Rohbau setzte der Künstler Rene Sulzer. Ein temporäres Kunstwerk mit dem Titel „Vernetzt“ konnten die zahlreichen Besucher in Augenschein nehmen. „Direkt hier unter der Pyramide findet die Vernetzung statt. Mit Absperrbändern, die alle auf einen Punkt zulaufen, habe ich dies symbolisiert“, so der Künstler. Wieder aufgetaucht, vergnügten sich die Flaneure bei den Digitalen Wasserspielen, einer interaktiven Klanginstallation mit dem bezeichnenden Titel „Rain Dance“. „Das macht echt Spaß. Es ist ungewohnt, wie die Regentropfen zur Musik tanzen“; meinte eine 35-Jährige aus Dresden, die zu Besuch in der Fächerstadt weilte.

Reichlich Infos gab es bei den Stadtwerken Karlsruhe gleich nebenan. Sie informierten über die Energiewendetage und den Klimaschutz. Eine interaktive Ausstellung im Expeditionsmobil der Baden-Württemberg-Stiftung bot 20 Multimedia-Terminals bei denen man spielerisch die Grundlagen der Gewinnung, Speicherung und Nutzung von Energie erfahren konnte. „Wir möchten die Energiewende erlebbar machen“, sagte Gerda Willig, Leiterin Kommunikation der Stadtwerke Karlsruhe. An einem Miniaturhaus konnte man beispielsweise sehen, wie digitale Thermostate und Energieeffizienz funktionieren. Während auf der Bühne am Marktplatz Rock- und Pop für Unterhaltung sorgten, trafen sich auf dem Friedrichsplatz die Fans von Lastenrädern, die man derzeit immer häufiger in der Fächerstadt sieht. -voko-

 
 

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