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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. September 2016

Kultur: Identifikation stärken

MAJOLIKA-KUNST: Klaus Lindemann im Gespräch mit Künstlerin Franziska Schemel. Foto: MMG

MAJOLIKA-KUNST: Klaus Lindemann im Gespräch mit Künstlerin Franziska Schemel. Foto: MMG

 

Stiftung will Majolika wieder in Bürgerschaft verankern

Einblick in das vielfältige Schaffen der im Jahre 1901 gegründeten Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe gibt derzeit eine Präsentation im Museum beim Markt. Hochwertige Keramik in sämtlichen Formen und Facetten ist dort noch bis Sonntag, 25. September, zu sehen.

Die Schau spiegelt das breite Wirken des in seiner Art in Deutschland einzigartigen Unternehmens der Keramikkunst wider, für das im Laufe der Generationen über 180 Künstlerinnen und Künstler arbeiteten. Die Exponate spannen den Bogen von traditionellen Objekten wie Geschirr, Vasen, Brunnen, Schalen und anderen Accessoires für Wohnraum und Garten über das legendäre Bambi bis hin zu Skulpturen und Keramikbildern. Daneben zeigt die Verkaufsausstellung auch in den Ateliers der Majolika gefertigte Kunst am Bau.

Den bisherigen Weg der Sanierung und die weiteren Ziele der Neuausrichtung der Produktionsstätte brachte am vergangenen Freitag bei einem Empfang der Majolika-Stiftung deren Vorstand Klaus Lindemann den Gäste näher. Um den dauerhaften Erhalt der Majolika zu sichern, habe die Stiftung, die seit 2011 die Geschicke am Ahaweg verantwortet und lenkt, das Unternehmen von Altlasten befreit, ein besseres Flächenmanagement eingeleitet und „den schmerzhaften Personalabbau hinbekommen“, sah Lindemann wesentliche Zwischenetappen erreicht.

Neben der wegen Einsturzgefahr und Auflagen des Brandschutzes dringend notwendigen Gebäudesanierung, bei der die Stiftung auf die Unterstützung der Stadt angewiesen sei, gelte es jetzt, das neue künstlerische Konzept umzusetzen. Wesentlicher Bestandteil dabei sei auch, die Identifikation der Karlsruher mit der Majolika zu stärken. Lindemann: „Ziel ist, dass die Bürger wieder von unserer Majolika sprechen“. -trö-

 
 

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