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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. September 2016

Sport: Olympia-Traum gelebt

HELDEN UND BOTSCHAFTER: Kusterer, Prömel, Tratz, umrahmt von Sportkreisvorsitzendem Ramin und Bürgermeister Lenz. Foto: MMG

HELDEN UND BOTSCHAFTER: Kusterer, Prömel, Tratz, umrahmt von Sportkreisvorsitzendem Ramin und Bürgermeister Lenz. Foto: MMG

 

Karlsruher Sport-Trio schildert, was aus Rio bleibt

Berichte aus erster Hand sind die Besten. So fesselten jüngst drei Karlsruher Olympioniken beim Willkommensempfang im Bürgersaal nach den Spielen von Rio mit Eindrücken und Fotos.

„Es ist der Traum eines jeden Fußballers, einmal im Maracana zu spielen. 80.000 Brasilianer, die von der ersten Minute an gegen Dich pfeifen“: KSC-Mittelfeldspieler Grischa Prömel verlor mit der Fußballmannschaft - „als Rumpftruppe verschrien, daraus zogen wir Kraft“ - zwar das Finale, gewann aber historisches Silber. Sehr beeindruckt hätten ihn auch die Vielfalt Brasiliens, unwürdige Lebensverhältnisse der Ärmsten und das gegen Ende endlich erreichte Olympische Dorf.

Dort zwar nicht residiert, aber trainiert haben zu dürfen, wird Turnerin Pauline Tratz (TSV Rintheim, KRK) in Erinnerung bleiben. Sie durfte mit 17 als Ersatzfrau nach Rio, blieb zurückhaltend: „Habe mich gefühlt, als ob ich wirklich dabei gewesen wäre.“ Das war sie, „mit dem Team glücklich und stolz“, und schnappte sich etwa Handball-Teammanager Oliver Roggisch zum Erinnerungsfoto. Sportkreisvorsitzender Dr. Andreas Ramin leitet das von Tratz und bis vor ein paar Jahren Gewichtheberin Sabine Kusterer (KSV Durlach) besuchte Otto-Hahn-Gymnasium, wie viele Akteure Karlsruhes besonders der Sportförderung verschrieben.

Er erinnerte sich an die Fünftklässlerin Kusterer, die damals im Interview als Traum erklärte: „Ich möchte einmal zu den Olympischen Spielen.“ Nun hat sie dort einen tollen zehnten Platz belegt, die Abschlussfeier miterlebt, ist mit Siegerflieger heimgekehrt und konstatierte für das Trio: „Wir sind alle noch jung und wollen einfach Danke sagen.“ Das tat Bürgermeister Martin Lenz auch in Richtung der „Sportfamilie“ und betonte: „Für mich einer der größten Tage, seit ich im Amt bin.“ Ramin versicherte den Lokalmatadoren: „Es sind welche da, die auf Euch schauen“ – und nachfolgen könnten. -mab-

 
 

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