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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. September 2016

Feuerwehr: Für die Sicherheit der Bevölkerung

BÜRGERMEISTER Klaus Stapf und der Leiter der Branddirektion, Florian Geldner, in der neuen Integrierten Leitstelle. Foto: MMG

BÜRGERMEISTER Klaus Stapf und der Leiter der Branddirektion, Florian Geldner, in der neuen Integrierten Leitstelle. Foto: MMG

 

Feuerwehr macht sich fit für die Zukunft / Integrierte Leitstelle geht im Frühjahr an den Start / Modernisierungsdruck

Wenn es brennt, ist auf die Karlsruher Feuerwehr Verlass. Bürgerinnen und Bürger können sicher sein, dass sie schnell aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet werden, die Berufsfeuerwehr und die freiwilligen Wehren in den Stadtteilen auf hohem Niveau und immer mehr mit neuester Technik arbeiten. Um noch besser zu werden, macht sich die Truppe weiter fit für die Zukunft.

Welche Weichen in jüngster Zeit in Sachen Berufsfeuerwehr gestellt wurden und was die Neuerungen bedeuten, erläuterten Bürgermeister Klaus Stapf und der Leiter der Branddirektion, Florian Geldner, kürzlich in der neuen Integrierten Leitstelle. Noch ist das künftige Schaltzentrum, in dem die Feuerwehr aus dem Stadt- und Landkreis und das DRK ihre Einsätze koordinieren, nicht am Start.

Derzeit werden noch Daten übertragen und Personal geschult, danach geht es in den Probebetrieb. Erst wenn alles einwandfrei funktioniere, werde voraussichtlich im Frühjahr 2017 „der Schalter umgelegt“, liefen alle Alarmrufe unter 112 in dem 27-Millionen-Euro-Bau am Rande der Südstadt-Ost ein, erklärte Florian Geldner. Bislang befindet sich die gemeinsame Zentrale von Stadt- und Landkreis im Keller des Landratsamts, das DRK hat seinen Sitz in Bruchsal. Sind dann alle unter dem hochmodernen Dach der Rettungsleistelle vereint, verspricht sich Klaus Stapf einen „Zeitgewinn in der Alarmierungskette“. Durch die gute verkehrliche Anbindung sei man „schneller auf den großen Straßen“, denn kurze Wege seien im Katastrophenfall wichtig.

Dass Einiges im Umbruch ist, zeigt sich auch nebenan. Hier ist die Baugrube für die neue Hauptfeuerwache zu sehen. Bis der derzeitige Standort in der Ritterstraße und die drangvolle Enge dort Geschichte sind, dauert es allerdings noch einige Jahre. 2021 soll der Komplex für 67 Millionen Euro inklusive Technik stehen. Technik ist das Stichwort, auch bei neuen Fahrzeug-Generationen. Der Modernisierungsdruck steige, deshalb sei die jährliche Investitionssumme in den „Fuhrpark“ von 1,1 auf 1,6 Millionen Euro angehoben worden, informierte Stapf. Auch beim Personal gibt es Bedarf. Wer zur Berufsfeuerwehr wolle, habe gute Chancen, warb Florian Geldner. Bewerberinnen und Bewerber müssten allerdings topfit sein, das Feld dünne sich nach ersten Lauftests stark aus. Übrigens hat der Gemeinderat kürzlich eine Neufassung der Karlsruher Feuerwehrsatzung und darin die Etablierung einer Frauenbeauftragten beschlossen. -maf-

 
 

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