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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. September 2016

Gemeinderat: Abwassergebühr steigt

Gemeinderat stimmte Anpassung zu / Klärwerks-Investitionen

Jeweils einstimmig bei zwei Enthaltungen hat der Gemeinderat vorige Woche in öffentlicher Sitzung zwei Satzungen zur Abwasserbeseitigung beschlossen.

Während die Entwässerungssatzung lediglich mit Blick auf andere Rechtsnormen sowie die Mustersatzung des Gemeindetags Baden-Württemberg angepasst wurde, betrifft die Erhöhung der Entwässerungsgebühren für 2017 und 2018 alle Karlsruherinnen und Karlsruher. Für die Anpassung der Schmutzwassergebühr - nach Frischwasserbezug (von 1,37 auf 1,59 Euro/pro Kubikmeter), Niederschlagswassergebühr (von 4 auf 4,15 Euro pro zehn Quadratmeter und Jahr) sowie der weiteren in der Entwässerungsgebührensatzung geregelten Gebühren gibt es für die Kalkulation strenge Vorgaben. Dabei dürfen Gebühren maximal kostendeckend erhoben werden.

Die letzte Gebührenanpassung erfolgte vor zwei Jahren. Neben allgemeinen Tarif- und Kostensteigerungen ist die Erhöhung insbesondere auf steigende kalkulatorische Abschreibungen zurückzuführen, die auf umfangreiche Investitionen zurückgehen. Um künftig Hormonstoffe und Medikamentenrückstände oder auch Röntgenkontrastmittel zu entfernen, sind weitere Investitionen für eine Adsorptionsstufe im Klärwerk notwendig. Mit herkömmlicher Reinigungstechnik können diese Stoffe nicht entfernt werden und gelangen bislang unbehandelt ins Gewässer. Frühestens 2020 kann eine solche Adsorptionsstufe in Betrieb gehen. Diese Investitionen fließen daher erst in die Gebührenkalkulation ab 2020 ein.–rie-

 
 

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