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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Oktober 2016

Krankenhäuser: ViDia-Klinken fusioniert

LEITEN VIDIA-KLINIKEN GEMEINSAM: Vorstandsvorsitzender Wentges und die Vorstände Biscoping und Jung (v. l.) Foto: Bastian

LEITEN VIDIA-KLINIKEN GEMEINSAM: Vorstandsvorsitzender Wentges und die Vorstände Biscoping und Jung (v. l.) Foto: Bastian

 

Zusammenschluss der Christlichen Krankenhäuser

Die katholische St. Vincentius-Kliniken und das evangelische Diakonissenkrankenhaus sind zu den ViDia Christlichen Kliniken Karlsruhe vereinigt. Im Handelsregister firmieren die Kliniken unter Vincentius-Diakonissen-Kliniken gAG.

Die beiden Anstalten haben dies am vorigen Freitag mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Stadtkirche St. Stephan und einem Festakt im Stephanssaal unter Teilnahme von Sozialminister Manne Lucha gefeiert. Die Predigt hat Pfarrer Johannes Stockmeier gehalten, ehedem Mitglied des Badischen Evangelischen Oberkirchenrates und zuletzt Präsident des Diakonischen Werkes der EKD.

Die beiden jeweils 1851 gegründeten Krankenhäuser sehen die Basis ihrer Arbeit im christlichen Menschenbild und in der christlichen Nächstenliebe. Dies soll auch in Zukunft so bleiben, wie der Vorstandsvorsitzende Richard Wentges betonte. Auch seine Vorstandskollegen Dr. Karlheinz Jung, der aus dem Diak-Vorstand stammt, und Prof. Dr. Jürgen Biscoping (Vincent.) sehen dies so. Allerdings soll die Fusion wirtschaftliche Synergieeffekte bringen. Jedoch sind keine betriebsbedingten Kündigungen vorgesehen, wie Wentges sagt. Ein möglicher Personalabbau gehe über die übliche Fluktuation. Weil es zugleich aber auch neue Aufgaben geben soll, wird der Personalbestand von derzeit rund 3.000 Kräften laut Wentges auch in den nächsten Jahren kaum zurückgehen.
Denn, so Biscoping, mit der Fusion werden „weitere Schwerpunktsetzungen einerseits und eine Abrundung der medizinischen Leistungsmöglichkeiten andererseits möglich.“ Dies wollen die Kliniken unter anderem mit einem neu erarbeiteten Medizinkonzept erreichen.

Als Beispiele nannten die Vorstände die beiden HNO-Kliniken, die nach dem Ausscheiden des Vincentius-Chefarztes bereits unter Leitung der Diak-Chefärztin fusioniert sind. Nach Fertigstellung des Vincentius-Neubaus in der Steinhäuserstraße kommen sie dort auch räumlich zusammen. Die beiden Augenklinken ziehen 2019 in das Gebäude der Frauenklinik in der Edgar-von-Giercke-Straße, werden aber weiter von beiden Chefärzten geführt und sollen den bereits guten Ruf beider Kliniken als großes Augenzentrum weiterführen. Darüber, was wird, wenn einer der Leiter ausscheidet, habe man sich noch keine Gedanken gemacht, so Biscoping. -erg-

 
 

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