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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Oktober 2016

Naturkompass: Internetseite ausgezeichnet

ZUR AUSZEICHNUNG des Naturkompasses kamen (v.l.) Barbara Engels, Harry Block, Gerd Oelsner, Klaus Stapf und Artur Bossert in das Umweltamt. Foto: Fränkle

ZUR AUSZEICHNUNG des Naturkompasses kamen (v.l.) Barbara Engels, Harry Block, Gerd Oelsner, Klaus Stapf und Artur Bossert in das Umweltamt. Foto: Fränkle

 

Für Erhalt der biologischen Vielfalt / Lange Zusammenarbeit hat sich ausgezahlt

Der Karlsruher Naturkompass in Form der Internetseite www.karlsruher-naturkompass.de ist ausgezeichnetes Projekt der deutschen UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011 bis 2020. Danach steht die Seite in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt.

Interessierte können mit ihr selbst bestimmt an rund 50 Orten die Karlsruher Natur erkunden, sei es in den Auen oder auf dem Alten Flugplatz. Seit April 2015 online, schafft der Kompass einen einfachen Zugang für im Umgang mit Natur und Internet unerfahrene Menschen. So werden nicht nur genau Orte und Wege beschrieben, sondern für jede Jahreszeit Tipps für erfolgreiche Naturbeobachtungen geliefert. Etwa, wann Weißstörche wo brüten oder auf welchen Kirchtürmen Dohlen und Falken heimisch sind.

Bürgermeister Klaus Stapf überreichte die Ehrung, der eine erfolgreiche Teilnahme am UN-Projektwettbewerb vorausgegangen war, am 4. Oktober an Artur Bossert (NABU), Gerd Oelsner (Agenda 21) und Harry Block, (BUND). Denn initiiert und entwickelt hatten der Verein Agenda 21 sowie die Ortsgruppen des BUND und des NABU den Kompass, unterstützt vom städtischen Umweltamt und gefördert vom Land.
Ziel sei, so Stapf, den Menschen zu ermöglichen, „eine emotionale Beziehung zur Natur aufzubauen, die in Wertschätzung und Verbindung zur Natur mündet und ihr einen hohen Stellenwert einräumt“. Nicht zu unterschätzen seien auch ihre gesundheitsfördernden Wirkungen auf Körper und Seele.

Barbara Engels vom Bundesamt für Naturschutz hob im Namen von Schirmherrin und Umweltministerin Barbara Hendricks vor allem das Ziel hervor, den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten und für sie und die drohenden Verluste ein gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen. Der Karlsruher Kompass passe gut zum aktuellen Wettbewerbsmotto „Vielfalt bewahren – als Partner der Natur“, auch wegen des partnerschaftlichen Verhältnisses von Kommune und Naturschutzverbänden. Das bestätigte Artur Bossert: „Die lange Zusammenarbeit hat sich ausgezahlt“. Gerd Oelsner freute sich, dass das Agenda-Motto „Global denken, lokal handeln“ nach 22 Jahren mit immer neuen Projekten gut funktioniere. Als „optimalen Klick“ bezeichnete Harry Block „die naturkundliche Wissenskartei für die Bürgerinnen und Bürger“. -cal-

 
 

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