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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Oktober 2016

Partnerschaft: Kontakte mit Leben erfüllt

SCHLÜSSELÜBERGABE: Krasnodar hat mit der Werkstatt für Fliesenleger den ersten Dualen Ausbildungsgang. Foto: Riedel

SCHLÜSSELÜBERGABE: Krasnodar hat mit der Werkstatt für Fliesenleger den ersten Dualen Ausbildungsgang. Foto: Riedel

ZUGEHÖRT: Beim Freundschaftstreffen in Krasnodar gab es neben intensiver Arbeitsgespräche zum Ausgleich. Foto: Riedel

ZUGEHÖRT: Beim Freundschaftstreffen in Krasnodar gab es neben intensiver Arbeitsgespräche zum Ausgleich. Foto: Riedel

 

Karlsruhe zu Besuch in der Partnerstadt Krasnodar / 10 Jahre Europäische Business Schule / Fachgespräche IT-Branche und Gründerzentren

Den Besuch in der Partnerstadt Krasnodar vor zwei Wochen hatten mehrere Karlsruher Gruppen für intensive Kontakte auf fachlicher Ebene genutzt.

So standen Karlsruhes Stärken in IT und Digitalisierung, Energie und Mobilität im Fokus der Wirtschaftsdelegation. Präsentiert wurden Gründerzentren, das Cyberforum und weitere „smarte Infrastruktur“ aus der Fächerstadt. Diese mit den Potentialen Krasnodars zusammenzubringen könnte der Nährboden für ein noch zu knüpfendes gemeinsames enges Netzwerk sein, resümierte Ralf Eichhorn von der städtischen Wirtschaftsförderung. Denkbar sei etwa ein binationaler Austausch im Gründerbereich zu Konzepten und auch Firmen aus Gründerzentren. Ende Oktober erfolgt der Gegenbesuch aus Krasnodar: „Für interessierte Karlsruher Unternehmen besteht am 27. Oktober Gelegenheit, Kontakte in die Partnerstadt zu knüpfen“, so Eichhorn. Erklärtes staatliches Ziel ist, die regionale Wirtschaft in Russland stärker zu forcieren – weshalb Horst Dieter Kettermann, Geschäftsführer der Telemaxx GmbH, auf großen Kooperationswillen stieß. Ein Anknüpfungspunkt: Telemaxx, Cyberforum und andere Netzwerk-Partner könnten wichtiges Know-how für den Aufbau eines Rechenzentrums für die Region Krasnodar einbringen.

Ein Erfolgsmodell ist zehn Jahre nach ihrer Gründung die Europäische Business-Schule (EBS) in Krasnodar. Sie wurde von der Walter-Eucken-Schule sowie der Staatlichen Kuban Universität auf den Weg gebracht und seither mit Unterstützung der Freundschaftsgesellschaft mit Leben erfüllt. Die Zusammenarbeit ermögliche jungen Menschen, sich zusätzliche Qualifikationen und Kompetenzen für die Arbeitswelt durch Praktika bei mittlerweile rund 25 Unternehmen Zusatzqualifikationen anzueignen“, betonte EB Wolfram Jäger. „Wir wollten unsere Verbindungen auf Austausch-Ebene in eine Internationalisierungsstrategie einmünden lassen“, betonte Manfred Czychi, früherer Rektor der Walter-Eucken-Schule, beim dritten Russisch-Deutschen Kongress „Wirtschaft und Bildung“.

Dualer Ausbildungslehrgang

Ein weiteres deutsch-russisches Projekt mit starker Karlsruher Beteiligung ging am Humanitärtechnologischen College Krasnodar mit der Werkstatt für Fliesen- und Mosaikleger an den Start. Der erste Duale Ausbildungsgang nach deutschem Vorbild geht auf die langjährige Zusammenarbeit mit der Heinrich-Hübsch-Schule zurück.
Wie Jugendliche aus Krasnodar, Nancy und Karlsruhe ihre Stadt sehen, konnten die Krasnodarer in einer Ausstellung beim Stadtfest sehen. Im Karlsruher Rathauses ist sie ab Ende Oktober bis Mitte November zu sehen.

Christa Köhler, Vorstandsmitglied der Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe – Krasnodar und in Krasnodar von der ersten Stunde an engagiert, erhielt aus den Händen von OB Vladimir L. Evlanov und der Vorsitzenden der städtischen Duma, Vera Galushko, den „Bürgerpreis“ für ihr unermüdliches Einsetzten für Krasnodar. -rie-

 
 

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