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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Oktober 2016

Stadtentwicklung: Nordweststadt zukunftsfähig machen

KICK OFF: Bürger diskutierten und analysierten bei der Auftaktveranstaltung die Nordweststadt  wie hier anhand des  Modells. Foto: Knopf

KICK OFF: Bürger diskutierten und analysierten bei der Auftaktveranstaltung die Nordweststadt wie hier anhand des Modells. Foto: Knopf

 

Breite Resonanz auf Kick-off zum Rahmenplan

Reger Besucherandrang herrschte bei der Kick-off-Veranstaltung zum „Rahmenplan Nordweststadt“ im Haus Bethlehem. Im noch jungen Stadtteil, der in den 1970er Jahr gebildet wurde, sollen Potenziale und Problemlagen ermittelt werden.

Aufgabe des Rahmenplanprozesses ist unter anderem, Möglichkeiten zu einer qualifizierten Innenentwicklung auszuloten, die verkehrliche Situation zu analysieren, die infrastrukturelle Ausstattung, Nahversorgung sowie die Grün- und Freizeitflächen unter die Lupe zu nehmen und weiter zu entwickeln. „Es handelt sich nicht um einen Flächennutzungsplan oder einen Bebauungsplan. Wir möchten die Potenziale des Stadtteils aufzeigen“, sagte Bürgermeister Michael Obert eingangs. Begleitet wird der Prozess neben dem Stadtplanungsamt vom Planungsbüro MESS. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Büro suedlicht. „Gemeinsam mit Stadt und Bürgern sollen Konzepte entwickelt werden. Letztlich geht es darum, die Stärken des Stadtteils herauszufinden und ihn zukunftsfähig zu machen“, sagte Planer Timo Amann. Im eineinhalb Jahre dauernden Prozess sind Workshops und Stadtteilspaziergänge vorgesehen.

In einer „Postkarten-Aktion“ konnten die Bürger festhalten, was ihnen wichtig ist. Beispielsweise wurde genannt, dass es zu wenig kulturelles Leben und keine richtige Mitte gebe. Wünsche nach altersgerechtem Wohnen und Bürgertreff wurden ebenfalls erwähnt. Fast prosaisch war auch von einem „vergessenen Stadtteil“ die Rede. Positiv festgehalten wurden das viele Grün oder die ÖPNV-Anbindung sowie die Modernisierung der Tram-Haltestellen.

„Es ist uns wichtig, ihren Input mitzunehmen“, so Amann. Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, die ökologische Aufwertung, die Entwicklung von Wohnraum (Innen- vor Außenentwicklung) und die verkehrliche Anbindung (Fuß- und Radwege) seien wichtige Punkte. „Wir haben eine hohe Freiraumqualität im Stadtteil. Beispielsweise könnte ein Frage lauten, wie kann man den Grünzug an der Hertzstraße besser einbinden“, führte der Referent fort. Oder: Welche Rolle wird künftig der Heinrich-Köhler-Platz spielen, der mit Lerständen „ein Schatten seiner selbst“ sei. Unter anderem wurde auch die Erschließungsfunktion der Wilhelm-Hausenstein-Allee diskutiert.

Kommende Termine: Mittwoch, 12. Oktober (16.30 bis 18 Uhr), Stadtteilspaziergang Nord (Treffpunkt Walter-Rathenau-Platz), Mittwoch, 19. Oktober (16.30 bis 18 Uhr), Stadtteilspaziergang Süd (Treffpunkt Heinrich-Köhler-Platz). -voko-

 
 

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