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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Oktober 2016

Krankenhäuser: Neue Mitte fürs Städtische Klinikum

GRUNDSTEIN FÜR HAUS M: Staatssekretärin Mielich (Mitte) und OB Dr. Mentrup (rechts daneben) wünschten dem Bau gute Zukunft. Foto: Fränkle

GRUNDSTEIN FÜR HAUS M: Staatssekretärin Mielich (Mitte) und OB Dr. Mentrup (rechts daneben) wünschten dem Bau gute Zukunft. Foto: Fränkle

 

Grundstein für das Haus M gelegt / Fertigstellung 2020 / Bausumme 194,2 Millionen Euro

In der Karlsruher Krankenhauslandschaft ist Bewegung. Letzte Woche nahm das Klinikum offiziell mit der Grundsteinlegung für Haus M den wichtigsten Teil seiner Neubauarbeiten in Angriff, drei Wochen zuvor feierte es Richtfest für den Funktionsbau Haus I. Und vor zwei Wochen vereinigten sich „Diak“ und „Vincenz“ zu „ViDia Christliche Klinken Karlsruhe“.

Das Investitionsvolumen, das das Klinikum bis 2020 verbauen will, liegt bei mehr als 200 Millionen Euro. 194,2 Millionen entfallen auf das Haus M, die „Neue Mitte“ des Klinikums. Denn nicht nur Berlin habe eine Neue Mitte, auch das Klinikum bekomme eine solche, wie Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup vorigen Donnerstag bei der Grundsteinlegung launig bemerkte. Der Neubau wird das Herzstück des Städtischen Klinikums darstellen.

Für das Haus M alleine sind 194,2 Millionen Euro veranschlagt, Fördermittel sind beim Sozialministerium Baden-Württemberg beantragt. Staatssekretärin Bärbl Mielich zeigte sich zuversichtlich, dass der Landeszuschuss über den Förderplan 2017 gewährt werden kann. Eine endgültige Entscheidung wird gegen Ende des Jahres fallen. Dass es bislang noch keine verbindliche Zusage geben kann, war ihr wichtig zu erwähnen, weil der ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Hans-Jürgen Hennes, in seiner Ansprache den Eindruck erweckte, dass diese Zusage bereits so gut wie sicher sei. Mielich ist die Bedeutung des Klinikums als Maximalversorger der Region durchaus bewusst und sie ist zuversichtlich, dass die Entscheidung positiv ausgehen werde. Es werde aber noch abschließende Gespräche geben, wie OB Dr. Mentrup meinte. Er nannte die 90 Millionen Euro, die der Gemeinderat trotz aller Sparzwänge über die Fraktionsgrenzen hinweg einstimmig für die Bauarbeiten im Klinikum zur Verfügung gestellt habe. Und erinnerte die Staatssekretärin daran, dass auch manche Altbausubstanz des Klinikums auf Erneuerung warte.

Der jetzt in Angriff genommen Bau soll 2020 fertiggestellt sein und 2021 bezogen werden. Dann findet sich dort ein zentraler OP-Bereich mit alleine 20 Operationssälen. Dazu kommen eine Zentralsterilisation, verschiedene Untersuchungs- und Behandlungseinheiten sowie Allgemeinpflegestationen mit insgesamt 240 Betten. Außerdem sind in neuen Intensivstationen weiter 115 Betten vorgesehen. -erg-

 
 

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