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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Oktober 2016

Masterplankonferenz: Beteiligungsprozess in Grünwinkel bringt Bewegung ins Quartier

DAS GEWERBEAREAL BEIM WESTBAHNHOF soll im laufenden Beteiligungsprozess umstrukturiert und weiterentwickelt werden. Foto Fränkle

DAS GEWERBEAREAL BEIM WESTBAHNHOF soll im laufenden Beteiligungsprozess umstrukturiert und weiterentwickelt werden. Foto Fränkle

 

„Mehr (als) Gewerbe“ ist das Motto

Mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land soll aus dem 80 Hektar großen Gewerbeareal in Grünwinkel und gemeinsam mit den 280 ansässigen Unternehmen ein Modellquartier für flächensparendes, innovatives und ressourcenoptimiertes Wirtschaften entwickelt werden.

Seit der Auftaktveranstaltung im April hat sich dort schon einiges getan. So wurde in vier Sektorenworkshops und einer Ortsbegehung die Bestandsaufnahme fortgesetzt, die besonderen Problemlagen herausgearbeitet und untersucht, was gemeinsam verändert werden könnte. „Erste verkehrliche Maßnahmen sind bereits umgesetzt“, zeigte sich Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz am Dienstag bei der Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen einer Masterplankonferenz in der Kesselhaus Färberei erfreut über die Fahrt, die der Beteiligungsprozess aufgenommen habe.

Start der Umsetzung

Um das in die Jahre gekommene Quartier neu aufzustellen, gehe es in erster Linie darum, mehr Grün- und Gewerbeflächen zu ermöglichen, die Erreichbarkeit zu verbessern und neue Konturen zu schaffen, erläuterten Moritz und Veronika Wolf von der mit der Projektleitung beauftragten Zero Emission GmbH sowie Stadtplaner Stefan Hartlock vom Planungsbüro „scheuvens und wachten“. „Die städtebaulichen Veränderungen, die Maßnahmen zur Reduzierung des Energie-Verbrauchs, der Verbesserung des Kleinklimas und die Motivation der Unternehmen zur Mitarbeit, das alles läuft jetzt unter dem Moto “Mehr (als) Gewerbe“, gab Veronika Wolf bekannt.

„In diesem wunderbaren Gebiet steckt enormes Entwicklungspotenzial. Die angedachten Maßnahmen haben hinsichtlich notwendiger Genehmigungen oder technischer Umsetzbarkeit eine unterschiedliche Prüfungstiefe. Die Dynamik der Umsetzung hängt aber letztlich von den Nutzern ab“, appellierte Bürgermeister Michael Obert ebenso wie Andrea Scholz von der Wirtschaftsförderung die aufgezeigten Möglichkeiten für die Umsetzung eigener Ideen zu nutzen. Nach der laufenden Umfrage was zuerst in Angriff genommen werden soll, rangiert die ÖPNV- Anbindung an erster Stelle vor der Aufwertung des Gebietes mit Grünflächen und dem gemeinsamen Einkauf von „grünem Strom“. –fis-

 
 

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