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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Oktober 2016

Region: Fortschreibung Flächennutzungsplan „Wohnen“

DAS OBERZENTRUM Karlsruhe ist künftig auf Wohnbauflächen bei seinen Nachbarn angewiesen. Foto: Fränkle

DAS OBERZENTRUM Karlsruhe ist künftig auf Wohnbauflächen bei seinen Nachbarn angewiesen. Foto: Fränkle

 

Interkommunal abstimmen / Regionalverband stimmt Planwerk zu / Flächentransfer

Die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes (FNP) „Wohnen“ des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe hat eine wichtige Etappe genommen: Der Planungsausschuss des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein (RVMO) hat vergangene Woche dem Planwerk mehrheitlich zugestimmt.

Der FNP ist vorbereitender Bauleitplan für das Gebiet des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK) – für Karlsruhe und zehn weitere Mitgliedsgemeinden – und wird derzeit fortgeschrieben. Der Plan lag im Juli zur frühzeitigen Beteiligung von Behörden sowie Öffentlichkeit aus.

Aufgabe des RVMO ist es, die Ziele der Landesplanung und –entwicklung zu konkretisieren und raumbedeutsame Planungen überörtlich abzustimmen. Der RVMO ist daher im Rahmen der Wohnraum-Allianz des Landes Baden-Württemberg auch Beteiligter bei der Erarbeitung von Leitlinien in den für den Wohnungsbau relevanten Themen wie Bauplanungsrecht, Flächengewinnung oder Bauordnungsrecht. “Wir übersetzen die Wohnraum-Allianz des Landes Baden-Württemberg in unsere Region, in dem wir die Kommunen bei der Standortsuche für Wohnbauflächen aktiv unterstützen“, erklärte RVMO-Verbandsdirektor Gerd Hager.

Um die Nachfrage der kommenden Jahre zu decken, muss das Oberzentrum Karlsruhe erstmals Wohnbauflächen bei seinen Nachbarn im Umland mit einkalkulieren. „Dieser Flächentransfer setzt einen intensiven, interkommunalen Dialog voraus“, so Hager. Die Städte und Gemeinden sollten sich nach Maßgabe des Regionalplans an der tatsächlichen Nachfrage orientieren. „Moderne, urbane Wohnformen mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr werden im ersten und zweiten Ring um Karlsruhe deutlich mehr gesucht“, so Hager. Der Regionalverband unterstützt hier die Intention des Nachbarschaftsverband und setzt auf die erforderliche städtebauliche Qualität: dicht, durchmischt und gut angebunden. Denn auch höhere Dichtewerte in den Bauleitplänen des städtischen Umlandes können mit Wohnqualität und lebenswertem baulichen Umfeld einhergehen.

Bei der FNP-Fortschreibung werden für Karlsruhe 230 Hektar Wohnbauflächenpotentiale geprüft. Im Laufe des Bauleitplanverfahrens sollen diese auf rund 85 Hektar Neuausweisungen verdichtet werden. Im Stadtumland können die Neuflächen meist durch Überarbeitung und Neuausrichtung der bereits im FNP enthaltenen Bestandsflächen gewonnen werden (Netto-Null). Besonderen Gesprächsbedarf sieht der Planungsausschuss des RVMO beim Oberzentrum selbst sowie den Nachbarstädten Ettlingen und Stutensee. -red-/-rie-

 
 

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