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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. November 2016

Haushaltsberatungen: Ja zu Stadthalle und Konservatorium

MODERNISIERUNG DER STADTHALLE: Die Stadt investiert in das Herzstück des Kongresszentrums. Foto: Fränkle

MODERNISIERUNG DER STADTHALLE: Die Stadt investiert in das Herzstück des Kongresszentrums. Foto: Fränkle

 

Gemeinderat stimmte Planungen zu/Ausschuss diskutiert Prioritätenliste für Projekte

Das Badische Konservatorium hat eine neue Bleibe gefunden. Für die städtische Musikschule soll die Dragonerkaserne in der Kaiserallee 12c modernisiert werden.

Das Sandsteingebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert ist in einem relativ guten konstruktiven Zustand. Für Schall- und Brandschutz, Umbaumaßnahmen, Barrierefreiheit und Haustechnik ist unterm Strich dennoch eine Investition von rund 11,3 Millionen Euro notwendig, denen der Gemeinderat nach Projektvorstellung einstimmig das OK für den Haushalt 2017/2018 gab.

Und auch die Modernisierung der Stadthalle mit rund 58 Millionen Euro ist mehrheitlich durch die Projektvorstellung im Rahmen des gemeinderätlichen Kostenkontrollverfahrens gekommen. Im Juni 2015 hatte der Gemeinderat sich grundsätzlich für die Modernisierung mit einem damals geschätzten Kostenrahmen von 48 bis 53 Millionen Euro ausgesprochen. Die weitere Entwicklung begleitete der auch mit Fraktionsvertretern besetzte Ausschuss "Modernisierung Stadthalle". Die Planung der komplexen Maßnahme ergaben Kosten von rund 63 Millionen Euro. Es wurden daraufhin rund zehn Millionen Euro Einsparoptionen ermittelt, aufgrund weiterer Auflagen im Brandschutz liegt der Invest nun bei rund 58 Euro. Per Antrag wollten die GRÜNEN bei Unterstützung der AfD "schweren Herzens" (Stadträtin Dr. Ute Leidig) über eine Senkung der Standards diskutieren, um den ursprünglichen Kostenrahmen einzuhalten. Was auf klare Ablehnung stieß: Mitbewerber hätten schon heute die nun in Frage gestellten Standards, im Übrigen sei es eine "ehrliche Planung mit hohem Risikopuffer" (Thorsten Ehlgötz, CDU), dies sei eine ehrliche, vernünftige Lösung, da gehe ein "grüner Eiertanz", um am Kostenrahmen festzuhalten, einfach nicht (Michael Zeh, SPD). Man sei froh nun endlich zu modernisieren, "um nicht ins

Hintertreffen zu kommen", so Karl-Heinz Joos, FDP.

Es gibt keine Kapazitäten für zusätzliche Projekte: Entsprechende Antworten erhielten etwa die KULT-Fraktion, die eine kostenkontrollierte Planung für die Sternwarte des Max-Planck-Gymnasiums und Sporthallen für Bismarck-Gymnasium und Hebelschule einforderte. OB Dr. Frank Mentrup: "Was für die nächsten vier Jahre vorgesehen ist, zeigt, dass wir voll gesättigt sind. Wir stellen die Liste im Bauausschuss vor, dann sollten wir diskutieren, was wir für zusätzliche Vorhaben verschieben sollten." -rie-

 
 

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