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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. November 2016

Umwelt: Im Wald beginnt Holzernte

AUFGEPASST: Bei der Holzernte im Wald ist der Sicherheitsaspekt entscheidend: Bürgermeister Klaus Stapf (rechts) und Forstamtsleiter Ulrich Kienzler schauen einem Arbeiter über die Schulter. Foto: Knopf

AUFGEPASST: Bei der Holzernte im Wald ist der Sicherheitsaspekt entscheidend: Bürgermeister Klaus Stapf (rechts) und Forstamtsleiter Ulrich Kienzler schauen einem Arbeiter über die Schulter. Foto: Knopf

 

Sperrungen beachten- Pflege ist wichtige Aufgabe

Von November bis Februar steht jährlich die winterliche Holzernte im Karlsruher Forst an. Dies bedeutet für die Menschen, die im Stadt- und Staatswald Erholung suchen, verstärkt auf Hinweisschilder und abgesperrte Bereiche zu achten.

Bürgermeister Klaus Stapf und Ulrich Kienzler, Leiter der Forst im städtischen Liegenschaftsamt, informierten zu Wochenbeginn über die winterliche Holzernte. "Der Sicherheitsaspekt ist ganz entscheidend - sowohl für die Menschen, die den Wald aufsuchen als auch für unsere Forstarbeiter. Unfallgefahr besteht beispielsweise wenn Bäume unter starker Spannung stehen. Deshalb ist es dringend angeraten die Absperrungen zu beachten", betonte Umweltdezernent Stapf. Die Pflege des heimischen Waldes sei eine der vordringlichen Aufgaben sowohl in ökologischer, ökonomischer als auch in sozialer Sicht. Rund ein bis drei Hektar des Karlsruher Forsts dienen als Waldrefugium.

Das heißt, hier wird die Natur sich selbst überlassen, der Wald kann sich frei entfalten. Ferner gibt es ein Todholz-Konzept. Das Todholz dient Tieren und Pflanzen als Heimstätte. Auch hier können Flora und Fauna das entsprechende Areal für sich beanspruchen. Aber natürlich gibt es auch einen bedeutenden ökonomischen Aspekt. "Holz ist ein wichtiger nachhaltiger Rohstoff und Energieträger. Pro Waldtag wird ungefähr so viel Holz geerntet, wie in die Pyramide am Marktplatz passt", so Stapf. 25 Prozent werde als Brennholz genutzt, 75 Prozent für Industrieholz und zur Weiterverarbeitung der Sägewerke.

Die Holzernte diene auch der Steuerung des Waldwachstums, wie Forstleier Kienzler hinzufügte. Die Waldverjüngung sei für nachwachsende Bäume essentiell. "Pro Saison ernten wir rund 14.000 Meter Festholz", so Kienzler. Über Baumbeurteilung, Fälltechniken und Sicherheitsaspekte informierte Forstwirt Frank Weber. Der stellvertretende Revierleiter ist mit seinem dreiköpfigen Trupp im Wald bei Hohenwettersbach unterwegs. Vor allem die Gefahr zu stolpern, sei für die Männer mit ihren Motorsägen groß. Dennoch blieben die städtischen Forstarbeiter in der jüngeren Vergangenheit glücklicherweise vor schweren Unfällen verschont.-voko-

 
 

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