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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Dezember 2016

Hotelgutachten: Mit Attraktivität wächst der Bedarf

HOTELGUTACHTER EMPFIEHLT: In Karlsruhe sollte mindestens ein weiteres Vier-Sterne-Hotel errichtet werden, dazu ein weiteres im Zwei-Sterne-Standard und zwei bis drei Drei-Sterne-Häuser. Foto: Fränkle

HOTELGUTACHTER EMPFIEHLT: In Karlsruhe sollte mindestens ein weiteres Vier-Sterne-Hotel errichtet werden, dazu ein weiteres im Zwei-Sterne-Standard und zwei bis drei Drei-Sterne-Häuser. Foto: Fränkle

 

In Karlsruhe sollten noch etwa 900 Zwei-, Drei- und Vier-Sterne-Hotelzimmer entstehen

Karlsruhe hat Bedarf an weiteren Hotels. Dies hat das Wiesbadener Unternehmen in einem Gutachten herausgearbeitet, das auch das Vorgängergutachten zur Hotelentwicklung Karlsruhes seit dem Jahr 2008 erstellt hatte. Die Firma ghh-Consulting hat bei einer Ausschreibung gewonnen und daher auch den neuen Auftrag erhalten.

Vorigen Freitag hat Unternehmensberater Elmar Kunz die Ergebnisse seiner neuerlichen Untersuchung der Hotellerie und dem Wirtschaftsförderungsausschuss vorgestellt. Und auch vor den Medien hat er berichtet, zu welchen Ergebnissen er gekommen ist. Grundlage war vor allem eine Befragung von rund 125 Karlsruher Unternehmen, die alleine mit ihren sie immer wieder besuchenden Gästen Bedarf an etwa zehn Prozent des Hotelbetten-Angebots haben. Fast 50 Prozent haben geantwortet, laut Kunz in der 30-jährigen Geschichte seines Unternehmens eine so gut wie nie dagewesene Quote.

Aus den Rückläufen und unter Analyse des derzeitigen Hotelbetten-Bestandes folgert der Gutachter, dass in den nächsten Jahren in Karlsruhe noch etwa 900 Hotelzimmer errichtet werden sollten. Dies würde einen Zuwachs von etwa 1.800 Betten bedeuten, weil in Neubauten fast immer nur Zweibettzimmer eingerichtet würden.

Kunz sieht den Bedarf für mindestens ein neues Hotel im Vier-Sterne-Bereich mit etwa 200 Zimmern. Es fehle hier an bekannten Marken wie etwa Hilton, Marriott, Maritim oder Steigenberger / Inter City, die auch international Strahlkraft besäßen Im Qualitätsstandart von zwei Sternen sollte nach Kunz‘ Auffassung ein Hotel mit etwa 260 Zimmern entstehen. Im Drei-Sterne- und Drei-Sterne-Superior-Bereich empfiehlt er den Zubau von zwei bis drei neuen Hotels mit zusammen 440 Zimmern.

Er begründet seine Empfehlungen damit, dass es einerseits gelungen sei, in den letzten Jahren bei Messen und Kongressen wichtige Veranstaltungen nach Karlsruhe zu holen. Die Gäste müssten für Übernachtungen zum Teil weite Wege in Kauf nehmen. Anderseits sei es den Touristikern gelungen, die Stadt Karlsruhe auch bei Privatgästen zunehmend attraktiv zu machen. Und das nicht nur zum 300. Stadtgeburtstag, sondern auch in diesem Jahr. Steigerungen in allen Segmenten überträfen den Zuwachs an Hotelbetten. Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz begrüßte die Expertise – mit Stolz auf die mitteständische Hotellerie. -erg-

 
 

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