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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Dezember 2016

Morgenstadt-Initiative: Karlsruhe auf Platz 1

MIT MODERNER TECHNIK eigene Ideen umsetzen können Interessierte im FabLab Karlsruhe. Nächster OpenLab-Day des Vereins auf dem Alten Schlachthof ist am Donnerstag, 15. Dezember, ab 18 Uhr. Foto: Fränkle

MIT MODERNER TECHNIK eigene Ideen umsetzen können Interessierte im FabLab Karlsruhe. Nächster OpenLab-Day des Vereins auf dem Alten Schlachthof ist am Donnerstag, 15. Dezember, ab 18 Uhr. Foto: Fränkle

 

Fächerstadt punktet mit Lebensqualität und Innovation

Worauf kommt es an für eine Stadt, die sich fit machen will für die Zukunft? Wissenschaftler der Morgenstadt-Initiative am Fraunhofer Institut für Arbeit und Organisation (Stuttgart) haben 30 deutsche Städte, die besonders Studenten und junge Berufstätige anziehen, im Hinblick auf Lebensqualität, Resilienz, Umweltgerechtigkeit und Innovationsfähigkeit untersucht.

Das Ergebnis: Karlsruhe belegt Platz 1 im aktuellen Index der sogenannten Schwarmstädte - jener Städte, in denen sich der Anteil der Altersklasse „20 bis 34 Jahre“ von 2008 bis 2013 erhöht hat. München und Jena folgen auf den Plätzen 2 und 3. Karlsruhe zeichnet sich aus durch besonders hohe Lebensqualität, eine niedrige Arbeitslosenquote, vergleichsweise günstigen Wohnraum sowie Topwerte beim ÖPNV und der Zufriedenheit mit der Situation für Radfahrer (jeweils Platz 2). Hinzu kommen viele Grün- und Wasserflächen, sehr gute Luftqualität und gute Gesundheitsversorgung (vorderes Drittel). Damit belegt die Fächerstadt Platz 1 in der Kategorie „Lebenswerte Stadt“.

Außerdem ist die Verschuldung im Vergleich niedrig und die Wirtschaft ziemlich gut diversifiziert. Auch für Katastrophenfälle und die Herausforderungen des Klimawandels ist Karlsruhe optimal aufgestellt. Diese Ergebnisse bescheren Rang 6 in der Kategorie „Resilienz“. Positiv in die Wertung floss auch ein, dass Karlsruhe eine Smart-City-Strategie hat und Experimentierfelder ermöglicht. Insgesamt kommt Karlsruhe in der Kategorie „Innovative Stadt“ auf Platz 3.

In der Kategorie „Umweltgerechte Stadt“ erreicht Karlsruhe mit Platz 12 das vordere Mittelfeld: Pluspunkte gab es für die leicht überdurchschnittliche Nutzung erneuerbarer Energien und eine Recyclingquote von 72 Prozent. Bewertet wurde nach 28 öffentlich zugänglichen Indikatoren: von Grün- und Wasserflächen über die Existenz von Plänen zur Klimaanpassung und dem CO2-Ausstoß bis hin zum Anteil hochqualifizierter Jobs. Ziel der Initiative war es, ein Instrumentarium zu entwickeln, mit dem sich ein ganzheitliches Bild der Zukunftsfähigkeit einer Stadt zeichnen lässt - als erste Grundlage für vertiefte Analysen vor Ort. -res-

 
 

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