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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Dezember 2016

Stimmen aus dem Gemeinderat: GRÜNE: GRÜNE Hundepolitik – friedlich miteinander

Zoe Mayer, GRÜNE-Stadträtin

Zoe Mayer, GRÜNE-Stadträtin

 

Im Karlsruher Stadtgebiet sind aktuell mehr als 8.000 Hunde steuerpflichtig registriert. Bei einer Zahl von knapp 180.000 Haushalten gibt es somit in fast fünf Prozent aller Haushalte einen Hund.

Ob als geliebter Familienhund, Spielgefährte, Sportbegleiter oder Blindenhund: Hunde haben für viele Menschen in unserer Stadt einen hohen Stellenwert und sind ein wichtiger Teil ihres Lebens. Ein Konzept für die urbane Hundehaltung sollte deshalb Bestandteil jeder modernen Kommunalpolitik sein. Die Konflikte, die im städtischen Umfeld durch Hunde entstehen, müssen dabei berücksichtigt werden.

Umzäunte Hundewiesen ausweisen

In Karlsruhe gibt es 15 Hundeauslaufflächen, auf denen Hunde ohne Leine laufen und springen dürfen. Trotzdem haben viele HundehalterInnen Bedenken, ihr Tier von der Leine zu lassen. Dass ein Tier wegrennt, vor einem Fahrrad landet oder auf eine Straße gerät, kann im innerstädtischen Bereich nicht ausgeschlossen werden und für alle Beteiligten gefährlich sein. Wir GRÜNE setzen uns deshalb für einzelne umzäunte Hundewiesen ein. Wie sich in Berlin, Heidelberg und vielen anderen Kommunen zeigt, sind diese ein beliebter Treffpunkt für HundehalterInnen. Zudem können sie zur Vermeidung von Hundekot auf umliegenden Flächen beitragen. Durch die zentrale Bereitstellung von Hundekottüten ist das möglich. Die Installation von Spendern für Hundekottüten ist auch für andere Flächen geboten. Sinnvoll ist die Beteiligung von BürgerInnen und Initiativen beim Auffüllen der Behälter.

Hundesteuer reformieren

HundebesitzerInnen zahlen Steuern für ihre Hunde. Uns GRÜNEN ist es wichtig, die Aspekte des Tierschutzes und der Rücksichtnahme gegenüber anderen bei der Ausgestaltung der Hundesteuer stärker im Blick zu haben. Wir plädieren deshalb für eine Steuer, die bei Erwerb eines Hundeführerscheins die Steuerzahlenden entlastet und für Tiere aus dem Heim einen niedrigeren Satz ansetzt.

Ehrenamtlichen Tierschutz stärken

Tiere sollten nur nach reiflicher Überlegung und Klärung, ob eine tiergerechte Haltung möglich ist, angeschafft werden. Leider enden nach der Weihnachtszeit unüberlegte Hundekäufe oft in Tierheimen. Die Unterstützung des Tierheims Karlsruhe und der zahlreichen ehrenamtlichen Organisationen hat für uns deshalb eine hohe Priorität.
Bei weiteren Anliegen und Fragen zu GRÜNER Hundepolitik, können Sie sich gerne bei uns melden.

Ihre Zoe Mayer
GRÜNE-Stadträtin

 
 

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