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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Dezember 2016

Forst: Was sich im Wald tut

TRAGENDE SÄULE: Das Waldzentrum im Hardtwald spielt eine wichtige Rolle im Konzept für den städtischen Forst. Foto: Fränkle

TRAGENDE SÄULE: Das Waldzentrum im Hardtwald spielt eine wichtige Rolle im Konzept für den städtischen Forst. Foto: Fränkle

 

Ausschuss befasste sich mit dem städtischen Forst

Mit der Situation im Stadtwald in den Jahren 2015 und 2016 beschäftigte sich der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen in seiner jüngsten Sitzung. Unter Leitung von Umweltdezernent Klaus Stapf nahm das Gremium die Ergebnisse des Stadtwaldes für dieses und das vergangenen Jahr sowie die Planung für 2017 zur Kenntnis.

Danach ist 2015 das wirtschaftliche Ergebnis für den Aufgabenbereich des Forstamts gegenüber der Planung um 379.643 Euro besser ausgefallen. Ursache sind vor allem wegfallende interne Kosten. Auf dem Holzmarkt herrscht eine weitgehend konstante Nachfrage nach Stammholz. Rückläufig ist die Nachfrage nach Industrieholz (Spanplatten). Auch Brennholz ist wegen der milden Winter und der niedrigen Heizölpreise etwas weniger gefragt. Weiterhin arbeitet das Forstamt an zahlreichen Projekten mit, wie etwa der Initiative „Grüne Stadt Karlsruhe“, dem Neubau Wildparkstadion (Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen), beim Grötzinger Baggersee, oder der Patenschaft Nationalpark Schwarzwald. Bewährt hat sich das Waldzentrum im Hardtwald als Sitz des Forstamts und der Waldpädagogik.

Neu gepflanzt wurden 8.470 junge Bäume auf 4,5 Hektar. Nach Plan läuft die Bewirtschaftung des 2.360 Hektar großen Staatswaldes. Erhebliche Schäden verursacht das durch einen Pilz verursachte Eschentriebsterben, weswegen auf den Anbau von Eschen künftig verzichtet wird. Weiter umgesetzt wird das Alt- und Totholzkonzept, aktuell läuft die restliche Planung für Mini-Bannwälder (Waldrefugien). In der Waldpädagogik gab es 2016 mehr als 700 gebuchte Einzelveranstaltungen. Ein neuer Rekord im 20. Jahr des Bestehens. Nach wie vor unterhält das Forstamt Waldwege, Waldparkplätze sowie Erholungseinrichtungen wie Wildgehege und Grillplätze, eröffnet wurde der neu gestaltete Waldspielplatz an der Bergleshalle in Stupferich.

Dem Gemeinderat empfahl der Ausschuss die Umsetzung der Planungen 2017 für Holzernte, Waldkulturen und Waldpflege im Stadtwald. Wegen der gewünschten Erhaltung von Alt- und Totholz in Form von Habitatbäumen, Habitatbaumgruppen sowie Waldrefugien und intensiver Erholungsnutzung schlug die Verwaltung eine Reduzierung des nachhaltig möglichen Holzeinschlags von 15.500 Kubikmetern um 10 Prozent auf 13.630 Festmeter vor. Ziel der Holzeinschläge ist die Erhöhung von Stabilität und Wertleistung des Waldes sowie Naturverjüngung oder Verjüngung durch Pflanzung.-cal-

 
 

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