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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Dezember 2016

Gemeinderat: Immer Freund offener Worte

ÜBERRASCHENDE ENTSCHEIDUNG: OB Dr. Frank Mentrup verabschiedete KULT-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer. Foto: Fränkle

ÜBERRASCHENDE ENTSCHEIDUNG: OB Dr. Frank Mentrup verabschiedete KULT-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer. Foto: Fränkle

 

Er war begeisterter Kommunalpolitiker. „Nirgends sonst sind die Auswirkungen lokalen Handelns oder Nichthandelns so konkret spürbar“, erklärt KAL-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer auf den Internet-Seiten seiner KULT-Fraktion. Die Karlsruher Politik muss nun auf ihn verzichten.

Mitte Januar tritt der promovierte Chemiker und Umweltjournalist nach 22 Jahren von der Gemeinderatsbühne ab, Ehrenamt und Beruf lassen sich für ihn nicht länger vereinbaren. Die Sitzung am Dienstag war seine letzte, als Stadtrat folgt ihm mit Michael Haug der Vorsitzende der Karlsruher Liste nach.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup verabschiedete Fischer vor Eintritt in die Tagesordnung mit herzlichen Worten und dankte ihm für seinen „außergewöhnlichen Einsatz“, das Plenum erhob sich und klatschte langanhaltend Beifall. Mentrup attestierte Fischer Teamgeist, Kompetenz und unglaubliche Kreativität, wenn es darum ging, neue Aspekte einzubringen. Er habe für offene Debatten und „klare Kante“ geworben und dafür, sich inhaltlich und sprachlich nicht verbiegen zu lassen.

Fischer gehört dem Gemeinderat seit 1994 an. Zuletzt saß er in den Ausschüssen für öffentliche Einrichtungen, Kultur und Bäder, war Aufsichtsrat bei Stadtwerken, Stadtmarketing und Bäder GmbH. „Political correctness“ sei ihm ein Graus, so Fischer im KULT-Profil, sie unterdrücke ungewöhnliche Ideen, mache jeden Redebeitrag langweilig und sei „schlecht für die Demokratie“. Langweilig waren Fischers Wortmeldungen jedenfalls nie. -maf-

 
 

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