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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Dezember 2016

Kombilösung: Bodenplatten wachsen

Grube am Europaplatz bis Jahresende zu

Im Gleisdreieck an der Nahtstelle zwischen Marktplatz und Kaiserstraße wächst die Bodenplatte. Drei von vier Abschnitten sind bereits betoniert.

Ziel ist, alle Sohlen des Gleisdreiecks der größten künftigen unterirdischen Haltestelle der Kombilösung mit einer Gesamtbetonmenge von 2500 Kubikmetern noch vor der Weihnachtspause fertigzustellen, sodass die Arbeiten im neuen Jahr mit den Außenwänden fortgesetzt werden können. In der sich westlich anschließenden Haltestelle Lammstraße und am künftigen Halt Kronenplatz läuft indes der Aushub von Erdreich weiter. Auch dort wächst nach Auskunft der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft als Bauherrin der Kombilösung mit jeder Teilbetonage die Bodenplatte.

In der Haltestelle Europaplatz erfolgen Ankerarbeiten für die südliche Bohrpfahlwand und in den Nächten das Auftragen von Spritzbeton auf abschnittsweise freigelegte Wände. Am Mühlburger Tor stehen oben Restarbeiten wie das Pflastern von Gehwegen auf der Nordseite der Kaiserallee an, derweil andere Kombi-Bauer den Deckel des Zielschachts mit Erdreich verfüllen. Bis zum Jahreswechsel wird so von der großen Grube, aus der vor einem Jahr noch Teile der Tunnelvortriebsmaschine ausgehoben wurden, nichts mehr zu sehen sein.

Am östlichen Ende des Tunnels (Durlacher Tor) herrscht noch mehr Bautätigkeit: Oben auf den Baustelleneinrichtungsflächen wird die Bodenplatte aus Beton, auf der die Tübbinge gelagert wurden und die Werkstatthalle für „Giulia“ stand, ebenso entfernt wie die Stützwände. Auch von oben sichtbar sind die Arbeiten am neu errichteten Landgraben-Zugang Ecke Kapellen-/ Gottesauer Straße sowie am Fahrgastzugang Südwest direkt vor der nördlichen Brunnenstraße. Wie bereits vor einigen Wochen im westlichen Tunnelabschnitt wird jetzt der östliche Tunnelröhrenabschnitt mit Füllbeton bis zu der Höhe ausgestattet, auf der dann die Gleise aufgebaut werden sollen.

Unter der Karl-Friedrich-Straße hat der Vortrieb im rechten Bereich der Kalotte, oberes Drittel des Tunnelquerschnitts, begonnen, nachdem die linke Ulme (Seitenwand) aufgefahren wurde. Entlang des Südabzweigs entstehen unter dem Marktplatz, im Südkopf des Ettlinger Tors und im Kongresszentrum Stationswände. Zwischen Kriegsstraße und Kreuzung Ettlinger/Baumeister-, Hermann-Billing-Straße läuft der Straßenbau für den Endzustand, der die Nord-Süd-Fahrbahnen zurückkehren lässt. Im Kombibauwerk wird an Bewehrung und Schalung für Wände und Decke des Autotunnels gearbeitet. -red-/-mab-

 
 

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