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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Dezember 2016

Kultur: Sammlung von Theaterzetteln

SCHATZ GEHOBEN: Jan Linders (Staatstheater), Dr. Julia Freifrau Hiller von Gaertringen (BLB), Dr. Ernst Otto Bräuche (Stadtarchiv), Dr. Wolfgang Zimmermann (Generallandesarchiv). Foto: pr

SCHATZ GEHOBEN: Jan Linders (Staatstheater), Dr. Julia Freifrau Hiller von Gaertringen (BLB), Dr. Ernst Otto Bräuche (Stadtarchiv), Dr. Wolfgang Zimmermann (Generallandesarchiv). Foto: pr

 

Genau 25.587 Theaterzettel des Staatstheaters sind jetzt digital in der Badischen Landesbibliothek abrufbar.

Mit der Premiere des Ritterdramas „Barbarey und Größe“ von Friedrich Wilhelm Ziegler am 1. November 1813 in Großherzoglichen Hof-Theater beginnt die nahezu lückenlose Sammlung. Den Schatz hat die Landesbibliothek gehoben und stellt ihn zusammen mit dem Staatstheater, dem Generallandesarchiv und dem Stadtarchiv unter http://digital.blb-karlsruhe.de zur Verfügung. Zettelausträger informierten vor 200 Jahren die Abonnenten tagesaktuell darüber, was am Abend auf der Bühne stattfand.

Die Blätter lieferten nicht nur Informationen zu Spielplänen, Inszenierungen und Akteuren des Musik- und Sprechtheaters, sondern erlauben auch Rückschlüsse auf den Publikumsgeschmack. Schon im 19. Jahrhundert waren Wagner und Mozart die meistgespielten Komponisten, Schauspiele von Goethe und Schiller standen in der Gunst ganz oben. Auch über die soziale Wirklichkeit verraten die Druckerzeugnisse Interessantes: Schon damals gab es abgestufte Preise und eine Kinderermäßigung, schon damals erfrischte man sich in den Pausen am Büffet, allerdings mit Mandelmilch und einem „Bischof“ genannten Glühwein. Mit der Einführung ausführlicher Programmhefte Anfang der 1930er Jahre verschwanden die Zettel wieder. -red-/-maf-

 
 

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