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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Februar 2016

Kultur: Zurück zum Ursprung

BADISCHE FARBEN tragen die Tees, die Gustavo Quatrin  Dr. Susanne Asche schenkte. Foto: Fränkle

BADISCHE FARBEN tragen die Tees, die Gustavo Quatrin Dr. Susanne Asche schenkte. Foto: Fränkle

 

Besuch des kaufmännischen Leiters der Colonia Liebig

Ohne Arbeit und Auskommen nach der Inflation wanderten 1924 Badener, darunter viele Knielinger, von Karlsruhe nach Argentinien aus. Dort gründeten sie die Siedlung Colonia Liebig und 1926 eine Landwirtschaftsgenossenschaft, die bis heute hauptsächlich Yerba Mate Tee und Reis vermarktet.

Zur 50-Jahr-Feier entstand 1976 eine Pyramide, um an die Ursprünge zu erinnern. Die Stadt Karlsruhe hatte dafür eigens die Pläne des historischen Weinbrennerbaus geschickt. Entstanden ist jedoch ein modernes Haus für das  Museum der Colonia Liebig mit  Fotos und Dokumentationen von Zeitzeugengesprächen.

Der kaufmännische Leiter der Kooperative, Gustavo Andrés Quatrin, der seit 30 Jahren in dem 2500-Einwohner-Ort lebt, in dem heute noch viele Deutsch sprechen, nutzte nun seinen Urlaub, um mit seiner Familie Karlsruhe kennen zu lernen.

Empfangen hat ihn Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche. Sie stellte den Bezug zu den im April  beginnenden Europäischen Kulturtagen unter dem Thema „Wanderungen“ her. Die Geschichte der Kolonie kommt zudem bei den Heimattagen 2017 in historischen Ausstellungen zur Sprache. -cal-

 
 

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