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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Februar 2016

Sport: Alles nur kein Notpaket

Sportvereine profitieren besonders vom Solidarpakt III

Der Sport im Land erhält von 2017 bis 2021 insgesamt 87,5 Millionen Euro zusätzlich an Fördermitteln. Das vereinbarten die Landesregierung und der Landessportverband Baden-Württemberg im November 2015 mit dem sogenannten Solidarpakt III. Ab 2017 stehen dann rund 106 Millionen Euro jährlich für den Sport bereit.

„Mit dem Solidarpakt haben die Sportvereine eine verlässliche Grundlage und Planungssicherheit, die über einzelne Haushaltsjahre hinausreicht“, begrüßte Bürgermeister Martin Lenz beim 13. Karlsruher Sportgespräch im Haus des Sports die Nachfolgeregelung für den in diesem Jahr auslaufenden Solidarpakt II. „Es ist wahrlich kein Notprogramm sondern ein gut verhandeltes Gesamtpaket“, erläuterte Wolfgang Eitel, Geschäftsführer des Badischen Sportbundes Nord, den Vertreterinnen und Vertretern von über 40 Vereinen die Verbesserungen.

Allein in den Breiten- und Freizeitsport fließen jährlich zusätzlich 10.7 Millionen Euro. Damit könne etwa die seit den 1960er Jahre unveränderte Übungsleiterpauschale von 1,80 Euro auf 2,50 Euro angehoben werden. Zudem soll der Investitionsstau bei Vereinssportstätten abgebaut werden. „Das ist sinnvoll angelegtes Geld“, wies Eitel daraufhin, dass die Sportvereine sich zu über 90 Prozent selbst finanzieren und dennoch die kostengünstigste Alternative zu staatlich oder privatwirtschaftlich organisierten Anbietern von Sportangeboten sind.

Allein im Sportkreis Karlsruhe mit 476 Sportvereinen seien über 168 000 Mitglieder, davon über 45.000 Kinder und Jugendliche, aktiv, die von 7.000 Übungsleitern und Trainern betreut werden. Pro Schuljahr gebe es zudem rund 270 Kooperationen mit Schulen und Kindergärten. Neben dem Vereinssport bringe der Pakt auch deutliche Verbesserungen für den Leistungssport und die Sportschulen. -fis-

 
 

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