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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. März 2017

Klimaschutz: Ist ohne Strom nix los?

Hinweisschilder am Fenstergriff  Foto: Stadt

Hinweisschilder am Fenstergriff Foto: Stadt

 

Wie man ohne Wärme und Strom auskommt, testeten die Schülerinnen und Schüler an der Vogesenschule vorige Woche beim Einsparprojekt, am Nullenergietag.

Die Schule will so für das Engagement aller Klassen und Lehrkräfte für den Klimaschutz werben. Dominik Winter engagiert sich seit Projektbeginn 2012 und organisierte den Nullenergietag mit seinen Schülerinnen und Schülern. Um alle zu sensibilisieren, diskutierte das Organisations-Team mit ihnen Fragen zu Energie und Klima. Zusätzlich maßen die Jugendlichen die Zimmertemperaturen.

Aufschlussreich, da die Heizung später angestellt wurde. So ließ sich beobachten, wie die Temperatur langsam auf gewohntes Maß stieg. Zudem gab es keinen Strom. Also galt es, sich Alternativen zu überlegen oder mit natürlichem Licht auszukommen. Zudem wurden Klassenenergiemanager gewählt. Sie sollen dafür sorgen, dass beispielsweise richtig – energiesparend – gelüftet wird und das Licht ausgeschaltet ist, wenn es nicht gebraucht wird. Als besondere Anerkennung übergab ihnen Projektleiterin Edith Kindopp vom städtischen Energiemanagement Urkunden und Thermometer.

Der Nullenergietag fand im Rahmen des Einsparprojekts statt. Die Stadt will damit ihr Klimaschutzziele verfolgen und erhöhten Ausgaben durch steigende Energiekosten entgegenwirken. Das zunächst auf drei Jahre befristete Projekt mit 45 Schulen erreichte im Dezember 2014 ein erstes Zwischenziel. Alle Beteiligten engagierten sich durch das Bilden eines schulischen Energiemanagements (sEM). Die sEM­Gruppen aus Schülerschaft, Vertretungen des Kollegiums sowie Hausmeisterdiensten organisierten sich, um durch bewusstes Verhalten und nötigenfalls Anpassungen im Betrieb der Gebäudetechnik einzusparen. Das gelang 2014 und 2015 mit sechs (Wärme), neun (Strom), drei Prozent (Trinkwasser): Ergebnisse über durchschnittlichen Einsparungen im städtischen Gebäudebestand.

Da die Schulen mit 40 Prozent Erfolg beteiligt sind, wurden 2014 und 2015 knapp 200000 Euro ausbezahlt. Das Projekt wird seit 2016 mit 34 freiwillig engagierten Schulen fortgesetzt. Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft unterstützt sie. Technische Hilfe erhalten die Teams etwa zur Optimierung der Heizungseinstellungen oder für Temperaturverlaufsmessungen. Für schulinternes Energiemanagement gibt es Info-Material, Messgeräte, Schulkonferenzen, Informationsabende. -red-

 
 

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