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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. März 2017

Bäder: Gute Jahresbilanz trotz schlechtem Wetter und Bauphasen

DAS EUROPABAD besuchten im letzten Jahr 464.755 Besucher. In kleinen Schritten soll die Aufenthaltsqualität noch gesteigert werden. Dazu gehört der Bau eines  Massagehauses. Foto Fränkle

DAS EUROPABAD besuchten im letzten Jahr 464.755 Besucher. In kleinen Schritten soll die Aufenthaltsqualität noch gesteigert werden. Dazu gehört der Bau eines Massagehauses. Foto Fränkle

 

Bäder weiter auf Erfolgswelle / Flaggschiffe als Basis für Karlsruhes Bädervielfalt / Dankeschön-Tag im Europabad

Trotz leichtem Rückgang der Besucherzahlen der Karlsruher Bäder waren Bürgermeister Martin Lenz, Bäderchef Oliver Sternagel und der Geschäftsführer des Fächerbades, Joachim Hornung, bei der Vorstellung der Bäderbilanz 2016 zufrieden über die langfristige Entwicklung.

Insgesamt kamen rund 1,55 Millionen Gäste. (Vorjahr 1,63 Millionen), womit der operative Zuschussbedarf von 5,205 auf 5,480 Millionen Euro anstieg. Im Rheinstrandbad Rappenwört, dem Turmbergbad, dem Sonnenbad und dem Freibad Rüppurr gingen die Besucherzahlen von 562.503 auf 503.812 zurück. Hauptgrund: das wechselhafte Wetter in der Hauptsaison, wodurch die Hallenbäder über einen leichten Anstieg der Besucherzahlen von 743.259 auf 755.361 profitierten.

„Die Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben“, sieht Lenz die Früchte des vor acht Jahren angegangenen Bäderkonzepts reifen, zumal die Vorgaben des Gemeinderats, das Gesamtdefizit nicht über sechs Millionen Euro wachsen zu lassen, durchweg eingehalten wurde. Nicht nur zu sanieren sondern auch zu investieren, um höhere Besucherzahlen zu generieren sei richtig gewesen. Die beiden „Flaggschiffe“ Fächerbad und Europabad stünden als Garanten für eine Bäderlandschaft, um die Karlsruhe bundesweit beneidet werde, dazu gehörten auch „Exoten“ wie das Sonnenbad mit der längsten Freibadesaison in Deutschland oder das Hallenbad Grötzingen mit freiem Eintritt.

„Bei uns dauert es noch etwas, bis die Wirkung der Investitionen sich in Zahlen niederschlägt“, verwies Hornuff auf den ersten Bauabschnitt im Fächerbades, der eine zehnwöchige Schließung des Bades vor der Eröffnung des neuen Cabriobades notwendig machte. Dennoch kamen 291.025 Besucher (Vorjahr 325.581). Nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts von Juli bis September 2018 präsentiere sich das Sport- und Freizeitbad als ein für rund 20 Millionen Euro grundsaniertes Gebäude mit Neubau, das mit neuem Saunavergnügen, vielen Kursen bis hin zu Schwimmwettbewerben aufwarte.

Nur geringfügig zurück ging der Besucherandrang im Europabad. Obwohl das Erlebnisbad wegen Fliesenarbeiten für vier Wochen geschlossen werden musste, kamen 464.755 Besucher (Vorjahr 464755). Das bedeutet einen Tagesschnitt von 1.371 Gästen, der beste Schnitt seit Bestehen des Bades überhaupt. Die Schließzeit wurde genutzt, um weitere Verbesserungen im Saunabereich und den Aufbau der Kai-der-Hai-Landschaft durchzuführen. „Wir wollen die Besucherzahl nicht unbedingt weiter steigern“ sucht Sternagel eher nach Möglichkeiten, die Qualität des Aufenthaltes zu verbessern.

Noch in diesem Jahr soll ein separates Massagehaus mit Baukosten von rund 500.000 Euro in Angriff genommen werden. Zudem gibt es noch Überlegungen, den Aufenthaltsbereich zu erweitern. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Zuerst legt das Europabad am heutigen Freitag für seinen Badegäste einen Dankeschön-Tag ein, mit attraktiven Sonder-Eintrittspreisen, speziellen Eventaufgüssen, gastronomischen Highlights, Massagen im EuropaSpa, Atem-Meditation, Saunayoga und einer ungewöhnlichen Autorenlesung mit „Der Spinnerin“ um 20.15 Uhr im Wintergarten. -fis-

 
 

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