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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. März 2017

Zoologischer Stadtgarten: Kap kommt zurück

KAP, der bereits von 2001 bis 2004 im Zoo lebte, soll nun mit der Eisbärdame Nikita  die Karlsruher Zucht fortsetzen.  Foto: Zoo

KAP, der bereits von 2001 bis 2004 im Zoo lebte, soll nun mit der Eisbärdame Nikita die Karlsruher Zucht fortsetzen. Foto: Zoo

 

Eisbär aus Neumünster soll für Nachwuchs sorgen

Mit dem Eisbären Kap wird noch in diesem Frühjahr ein alter Bekannter nach Karlsruhe zurückkehren. Derzeit lebt er im Tierpark Neumünster. Mit der Karlsruher Eisbärin Nika soll er in den kommenden Jahren für Nachwuchs sorgen.

Im Gegenzug verlassen Vitus und Larissa Karlsruhe in Richtung Neumünster. Die drei Karlsruher Eisbären wurden von einem Experten-Team des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (IWZ) untersucht. Dabei kam heraus, dass Vitus unfruchtbar und Larissa zu alt für die Zucht, Nika aber Nachwuchs bekommen könnte. Kap ist mit seinen 16 Jahren im besten Eisbärenalter und bringt außerdem zum Züchten wertvolle Gene mit, da er aus der Moskauer Blutlinie stammt, die sonst in Deutschland nicht vertreten ist. "Es ist für beide Zoos eine sinnvolle und schöne Lösung", betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

Nur ausgewählte Zoos dürfen züchten, da die Nachzuchten optimal untergebracht werden müssen und darauf geachtet wird, dass keine Inzucht zustande kommt. Einigen im Zuchtbuch beteiligte Zoos und Tierparks kommt dagegen die Rolle zu, ältere oder auch zuchtunfähige Eisbären gut unterzubringen. „Kap darf sich demnächst mit einer hübschen Eisbärendame vergnügen, das gönnen wir ihm alle von Herzen, und Neumünster hat bald wieder zwei Eisbären“, so Verena Kaspari, Zoologische Leiterin des Tierparks Neumünster. Kap kam als junger Bär 2001 von Moskau nach Karlsruhe, zog 2004 in den Tierpark Neumünster um.

Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN gibt es weltweit 22.000 bis 31.000 wildlebende Eisbären. Die IUCN stuft Eisbären als gefährdete Tierart ein und befürchtet einen Einbruch der Populationen um mindestens 30 Prozent in den kommenden 45 Jahren. Mit Blick auf den Gefährdungsstatus gewinnt die Erhaltungszucht kontinuierlich an Bedeutung. Momentan leben in Deutschland 26 Eisbären in zwölf verschiedenen zoologischen Einrichtungen.-red-

 
 

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