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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. März 2017

Wochen gegen Rassismus: Empört euch und seid wachsam

Bildtext 2sp BEGEISTERNDE ERÖFFNUNG: Yelitza Laya und Band sorgten für die musikalische Umrahmung der Feier im Rathaus. Foto: Fränkle

Bildtext 2sp BEGEISTERNDE ERÖFFNUNG: Yelitza Laya und Band sorgten für die musikalische Umrahmung der Feier im Rathaus. Foto: Fränkle

 

Pralles Programm bis 26. März bei den „Karlsruher Wochen gegen Rassismus“

Klar positionieren, rechtzeitig empören, wachsam sein und Visionen entwickeln, fordert Netzaktivistin Kübra Gümüşay. Worum es der freien Journalistin und Bloggerin geht, erläuterte sie nicht nur als prominente Rednerin beim Auftakt der „Karlsruher Wochen gegen Rassismus“ im Rathaus, sondern kürzlich auch bei der „re:publica“.

Es gelte weiter, Provokationen zu ignorieren, rät Gümüşay. Die AfD sei so groß geworden, weil sie „mit unseren Diskussionen“ legitimiert würde, auch Nachrichten über Tweets von US-Präsident Donald Trump müssten nicht zur besten Sendezeit im Radio oder Fernsehen laufen. Für eine plurale Gesellschaft brauche es Geduld und Wohlwollen. Und das bedeutet nicht, immer gleicher Meinung zu sein. Das Ziel sei erreicht, wenn „das Andere“ so selbstverständlich dazugehöre, dass man „die Unterschiede, die einem auf den Geist gehen, offen benennen darf“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Eröffnungsabend.

Prallvoll ist der Terminkalender der „Wochen gegen Rassismus“ auch in den kommenden Tagen. Selbst qualitätsbewusste Journalisten sind nicht davor gefeit, dass ihre Berichterstattung zuweilen ins Plakative, Reißerische abzudriften droht. Um „Medien, Sprache und Rassismus“ geht es deshalb am Montag, 20. März, um 19.30 Uhr im Ständehaus. An den Vortrag der SWR-Journalistin Carmen Colinas schließt sich eine Diskussion an.

Der „Lichterlauf gegen Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ mündet am Dienstag, 21. März, um 19 Uhr in eine Kundgebung auf dem Lidellplatz. Ihre Beweggründe im Kampf gegen Rechtsextremismus erläutert Irmela Mensah-Schramm um 20 Uhr im Café Palaver. Unter dem Titel „Meet Hope Home“ präsentieren sich am Mittwoch, 22. März, um 19.30 Uhr in den Räumen von „Cola Taxi Okay“ (Kaiserpassage 11) vier Projekte mit und von Geflüchteten.

Warum Menschen alles aufgeben, vertieft die Veranstaltung „Flucht im Fokus“ am Samstag, 25. März, um 19.30 Uhr im Ständehaus, ein Gastspiel der Badischen Landesbühne im Karlsruher Staatstheater thematisiert ebenfalls um 19.30 Uhr „Schmerzliche Heimat“. Zum Abschluss feiern Akteure und Publikum am Sonntag, 26. März, von 14 bis 20.30 Uhr im Substage bei freiem Eintritt ein buntes Fest der Vielfalt - mit Musik, Darbietungen, Informationen und Mitmach-Angeboten. -maf-

 
 

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